Fahrradsaison 2026 am Niederrhein: Zwischen Genuss, Natur und besonderen Erlebnissen

10.04.2026

Der Niederrhein ist wie gemacht fürs Fahrrad – flach, weit und voller kleiner Entdeckungen entlang der Strecke. Die Fahrradsaison 2026 verspricht dabei mehr als nur schöne Touren: spannende Events, digitale Neuerungen und echte Genussmomente machen das Radfahren hier zu einem besonderen Erlebnis. Ob gemütliche Familienrunde, sportliche Etappe oder kulinarische Auszeit. Heute zeige ich euch, warum ihr jetzt aufs Rad steigen solltet und was euch in dieser Saison alles erwartet.

Der Niederrhein – ein Paradies auf zwei Rädern

Wer einmal am Niederrhein unterwegs war, weiß: Hier rollt es sich einfach. Kaum Steigungen, dafür bestens ausgebaute Wege und eine Landschaft, die ständig ihr Gesicht verändert. Mal geht es durch dichte Wälder, dann wieder vorbei an Feldern, Seen oder entlang von Flüssen.

Was ich besonders liebe: Dieses Gefühl von Weite. Der Horizont scheint hier oft endlos, und genau das macht jede Tour so entspannend. Dazu kommen kleine Altstädte, Hofläden, Cafés und immer wieder Orte, an denen man einfach anhalten möchte.

Mit über 2.000 Kilometern Radwegenetz bietet der Niederrhein unzählige Möglichkeiten. Egal, ob du spontan losradelst oder deine Tour genau planst – hier findet jeder die passende Strecke.

Radeln nach Zahlen – einfacher geht’s nicht

Ein echtes Highlight für alle, die entspannt unterwegs sein wollen, ist das Knotenpunktsystem. Statt komplizierter Karten oder Apps brauchst du nur eine kleine Zahlenreihe.

Das Prinzip ist simpel: Jeder Knotenpunkt ist nummeriert, und an jeder Kreuzung zeigen dir Schilder, in welche Richtung du zum nächsten Punkt fahren musst. Ich liebe dieses System, weil es so unkompliziert ist. Ein kurzer Blick auf den Zettel – und schon weiß man, wo es langgeht.

Gerade für spontane Touren ist das ideal. Einfach losfahren, unterwegs entscheiden und sich treiben lassen – genau so fühlt sich Radfahren am Niederrhein an.

Digital unterwegs: Die neue NiederrheinRad-App

Wer kein eigenes Fahrrad dabei hat oder spontan eines leihen möchte, für den ist das NiederrheinRad die perfekte Lösung. Es gibt nicht nur zahlreiche Verleihstationen, mit der neuen App wird das Ganze noch einfacher und flexibler.

Ich habe es selbst ausprobiert: Registrierung, Zahlungsmethode hinterlegen, Fahrrad auswählen – und schon kann es losgehen. Besonders praktisch fand ich die Live-Karte, die anzeigt, wo gerade Räder verfügbar sind.

Vor Ort angekommen, öffnet sich das Schloss per Bluetooth direkt über die App. Kein Schlüssel, kein Aufwand – einfach aufsitzen und losfahren. Zahlen kann man einfach per Kredit- und Debikarte, Apple Pay, Google Pay und neu Paypal.Wenn ihr ein Konto bei MOQO hatte, könnt ihr euch direkt wieder in der NiederrheinRad anmelden.

Ein echtes Plus ist übrigens die Pausenfunktion: Wenn man unterwegs irgendwo einkehren oder eine längere Pause machen möchte, kann man das Rad einfach „parken“, ohne die Buchung zu beenden. Gerade am Niederrhein, wo es so viele schöne Stopps gibt, ist das wirklich ideal.

Foto: gymi media GmbH

Save the Date: Raderlebnistag Niederrhein

Ein absolutes Highlight der Saison ist der 3. Raderlebnistag Niederrhein am 5. Juli 2026. An diesem Sonntag wird die gesamte Region zur großen Erlebnisbühne auf zwei Rädern.

Was diesen Tag so besonders macht, ist die Vielfalt: Über 50 Kommunen beteiligen sich – auf deutscher wie auch auf niederländischer Seite. So entsteht ein grenzüberschreitendes Rad-Erlebnis, das seinesgleichen sucht. Die verschiedenen Routenvorschläge werden vorab als GPX-Tracks zur Verfügung gestellt, sodass du deine Tour ganz individuell planen kannst.

Doch der Raderlebnistag ist viel mehr als nur eine Fahrradtour. Entlang der Strecken warten zahlreiche Erlebnisstationen: kleine Feste in den Ortskernen, musikalische Darbietungen, regionale Spezialitäten und Mitmachaktionen für Groß und Klein.

Ich stelle mir vor, wie man von Ort zu Ort radelt, hier ein Stück Kuchen probiert, dort einer Band lauscht oder einfach die Stimmung genießt. Es ist genau diese Mischung aus Bewegung, Begegnung und Genuss, die den Tag so besonders macht.

Auch die Möglichkeit, sich per QR-Code an Infopunkten zu registrieren und am Gewinnspiel teilzunehmen, zeigt, wie modern und gleichzeitig unkompliziert das Event gestaltet ist. Für mich ist klar: Dieser Termin gehört fest in den Kalender.

Tour-Ideen für jeden Geschmack

Der Niederrhein bietet eine unglaubliche Vielfalt an Touren. Ob kurze Feierabendrunde oder ausgedehnte Tagesetappe – die Auswahl ist riesig.

Familienfreundliche Strecken führen über ruhige Wege mit vielen Pausenmöglichkeiten. Wer es sportlicher mag, kann längere Etappen oder grenzüberschreitende Touren planen. Besonders spannend finde ich die Themenrouten, bei denen man unterwegs immer wieder etwas Neues entdeckt – von Kultur über Natur bis hin zu regionalen Besonderheiten.

Auch wasserreiche Touren haben ihren ganz eigenen Charme. Entlang von Rhein, Maas oder kleineren Flüssen zu radeln, hat etwas unglaublich Beruhigendes.

Mehr Inspiration bekommt ihr hier.

Foto: Nicole Marks 

Genusstour am Niederrhein: Frühling auf dem Teller

Eine meiner liebsten Arten, den Niederrhein zu erkunden, ist eine Genusstour – und die rund um Xanten, Uedem, Sonsbeck und Alpen ist dafür perfekt.

Schon der Startpunkt in Xanten-Birten macht Lust auf mehr. Von dort geht es durch die leicht hügelige Landschaft der Hees in Richtung Innenstadt. Unterwegs laden kleine Stopps wie eine Milchtankstelle dazu ein, regionale Produkte direkt zu probieren.

Besonders zur Spargelzeit ist diese Tour ein echtes Highlight. Frischer Spargel, Erdbeeren und viele weitere regionale Spezialitäten machen jede Pause zu einem Genussmoment. Einfach spontan anzuhalten, etwas probieren und die Atmosphäre genießen.

Ein weiteres Highlight ist die Sonsbecker Schweiz. Der Aussichtspunkt bietet einen tollen Blick über die Landschaft – ein Moment, in dem man einfach stehen bleibt und durchatmet.

Noch ein Tipp: An der Tour gibt es einige Übernachtungsmöglichkeiten und buchbare Landerlebnisse.

Navigation über die Knotenpunkte: 53 - 24 - 48 - 23 - 42 - 41 - 40 - 22 - 43 - 44 - 62 - 72 - 64 - 63 - 51 - 50 - 49 - 57 - 56 - 55 - 54 – 53.

© Kunstroute-Brüggen-Born-Bracht

Termin-Tipp: Kunstroute Brüggen

Ende April wird es kreativ am Niederrhein: Am 25. und 26. April verwandelt sich die Region rund um Brüggen in eine große Open-Air-Galerie.

Das Besondere: Kunst trifft hier auf außergewöhnliche Orte. Ob Mühle, Burg, Gärtnerei oder Vierkanthof – überall entstehen kleine Ausstellungsräume mit ganz eigenem Charakter. Rund vierzig Künstlerinnen und Künstler präsentieren ihre Werke und machen die Strecke zu einer inspirierenden Entdeckungsreise.

Am schönsten lässt sich das Ganze mit dem Fahrrad erkunden. Die etwa 16 Kilometer lange Strecke führt durch die Landschaft rund um Brüggen und verbindet die einzelnen Kunstorte miteinander. Dank übersichtlicher Route und guter Wege ist sie auch für Freizeitradler problemlos zu bewältigen.

Radfahren, Kunst entdecken und die Natur genießen – die Kunstroute Brüggen-Bracht-Born macht all das an einem Wochenende möglich. 

Termin-Tipp: GreenCity TourEvent in Straelen

Ein ganz besonderes Erlebnis erwartet dich am 14. Juni in Straelen. Nur alle drei Jahre findet das GreenCity TourEvent statt – und 2026 ist es wieder soweit.

Die Route führt dich durch das Herz des größten gartenbaulichen Produktionsgebiets Europas. Sechs Betriebe öffnen ihre Türen und geben spannende Einblicke in ihre Arbeit. Hier wird sichtbar, wie viel Know-how, Leidenschaft und Innovation hinter der regionalen Pflanzen- und Gemüseproduktion steckt.

Was ich besonders spannend finde: Man ist nicht nur Zuschauer, sondern mittendrin. Man kann den Gärtnern über die Schulter schauen, Maschinen in Aktion erleben und mehr über nachhaltige Landwirtschaft erfahren.

Auch kulinarisch hat der Tag einiges zu bieten – von regionalen Spezialitäten bis hin zu kleinen Leckereien direkt vom Hof. Und für Familien ist ebenfalls gesorgt: Hüpfburgen, Spielangebote und Mitmachaktionen machen die Tour auch für Kinder zu einem echten Erlebnis.

Für mich ist das eine dieser Veranstaltungen, die man so schnell nicht vergisst – weil sie Wissen, Genuss und Bewegung auf eine ganz besondere Weise verbindet.