Waldfreibad Walbeck – 100.000 Quadratmeter Lebensfreude am Niederrhein

29.05.2026

Manchmal gibt es Orte, an die man immer wieder zurückkehrt, weil sie sich ständig weiterentwickeln und man jedes Mal etwas Neues entdeckt. Genau so ein Ort ist für mich das Waldfreibad Walbeck geworden. Denn hier geht es längst nicht mehr nur ums Schwimmen. Zwischen Open-Air-Konzerten, Reisemobilstellplatz, Wald-Lodges, Fußballgolf, Bogenschießen und großen Eventflächen ist in den vergangenen Jahren ein echter Freizeit- und Tourismushotspot am Niederrhein entstanden. Gemeinsam mit Geschäftsführer Benedikt May darf ich diesmal erneut hinter die Kulissen schauen und erfahren, welche neuen Ideen, Projekte und Visionen das Waldfreibad aktuell bewegen. Gespannt, was sich dieses Mal alles getan hat?

Das Treffen mit Geschäftsführer Benedikt May beginnt ganz entspannt im Büro, bevor wir später gemeinsam über das Gelände Richtung Reisemobilstellplatz und zur frisch sanierten Eventlocation laufen. Während draußen das Team schon fleißig die Saison vorbereitet, erzählt Benedikt von neuen Projekten, touristischen Entwicklungen und davon, warum das Waldfreibad heute ein echter Knotenpunkt für den Niederrhein geworden ist.

Und schon nach wenigen Minuten wird klar: Hier denkt niemand in Freibad-Saisons. Hier denkt man in Möglichkeiten – mit dem Ziel, Menschen zusammenzubringen und ihnen besondere Erlebnisse mitten in der Natur zu schaffen.Passenderweise liegt neben mir ein Flyer mit dem Slogan „100.000 Quadratmeter Lebensfreude“ und selten hat ein Slogan besser gepasst.

Ein Ort, der sich ständig weiterentwickelt

„Der Tourismus am Niederrhein hat sich komplett verändert“, erzählt Benedikt gleich zu Beginn unseres Gesprächs. „Die Leute machen wieder mehr Urlaub in der eigenen Region. Gerade spontane Zwei- oder Drei-Tages-Trips nehmen extrem zu, aber auch der Tagestourismus boomt.“ Und genau davon profitiert das Waldfreibad Walbeck.

Denn wer heute hierherkommt, bekommt eben nicht „nur“ ein Freibad. Vielmehr ist hier in den vergangenen Jahren eine vielseitige Sport-, Freizeit- und Eventdestination entstanden, die immer mehr Menschen anzieht – Familien, Gruppen, Reisemobilisten, Firmen oder auch Aktivurlauber.

„Walbeck wird immer mehr ein Knotenpunkt, um den Niederrhein zu entdecken“, erklärt Benedikt weiter. „Die Infrastruktur ist hier ideal und die Nähe zu den Niederlanden, gerade in Richtung Arcen, natürlich ein riesiger Vorteil.“ Zahlreiche Rad- und Wanderwege verlaufen direkt in der Nähe und das bekannte Knotenpunktsystem führt unmittelbar am Gelände vorbei.

Vom Freibad zur Ganzjahresdestination

Während wir über das Gelände laufen, fällt mir wieder auf, wie riesig die Anlage eigentlich ist. 100.000 Quadratmeter umfasst das Waldfreibad – und gefühlt entdeckt man an jeder Ecke etwas Neues und das beeindruckt. Benedikt spricht viel über Veränderungen im Tourismus und darüber, wie sich auch die Bedürfnisse der Gäste verändert haben.

Natürlich bleibt das Freibad weiterhin das Herzstück. Das 50-Meter-Olympiabecken mit acht Bahnen, die Sprungtürme mit einem, drei und fünf Metern, die Wasserrutschen und das Babybecken sorgen im Sommer für klassischen Freibadspaß.

„Früher hatten wir hier teilweise 12.000 Besucher an einem einzigen Tag“, erzählt Benny. „Heute gibt es kaum noch Freibäder in der Umgebung. Viele mussten schließen. Die Leute wollen mehr erleben, flexibler sein und verschiedene Angebote kombinieren.“

Stillstand ist für Benedikt und sein Team deshalb keine Option. Immer wieder entstehen neue Ideen und Projekte.

Lust auf Fußballgolf?

Vom Fußballgolf …

Denn längst endet das Angebot nicht mehr am Wasser. Heute gehören unter anderem Fußballgolf, Beachvolleyball, Bogenschießen, Eventflächen, Reisemobilstellplätze und Übernachtungsmöglichkeiten mitten in der Natur zum Gesamtkonzept. Und genau diese Mischung macht den Ort so besonders.

Einige der Freizeitangebote durfte ich bereits bei meinen früheren Besuchen testen – und ich muss ehrlich sagen: Langweilig wird es hier definitiv nicht.

Besonders gut erinnere ich mich noch an meine erste Runde Fußballgolf auf der 18-Loch-Anlage. Minigolf kannte ich natürlich schon, aber Fußballgolf war damals komplettes Neuland für mich. Das Ziel: den Ball mit möglichst wenigen Schüssen durch, unter oder über verschiedene Hindernisse ins Loch zu spielen. Klingt einfacher als gedacht – zumindest war ich definitiv kein Naturtalent. Benedikt hatte dabei deutlich mehr Kontrolle über den Ball als ich.

Bogenschießen "Bogenial"

… bis zum Bogenschießen

Direkt daneben befinden sich weitere Freizeitmöglichkeiten wie Beachvolleyball. Besonders spannend finde ich aber bis heute das interaktive Bogenschießen. Gemeinsam mit „Bogenial“, das von Jennier Zorn und ihrem Mann betrieben wird, können Besucher hier echtes Bogenschießen mit virtuellen Elementen verbinden. Bewegliche Ziele, virtuelle Welten und echtes Bogenfeeling treffen hier aufeinander. Gerade diese Kombination fand ich damals besonders spannend.

Von Kaffee bis Snacks - hier gibt es alles, was das Herz begehrt 

Freizeit für alle Generationen

„Das Gelände ist komplett wetterunabhängig bespielbar“, ergänzt Benedikt. „Von Kleinkindern bis Erwachsenen findet hier jeder etwas.“

Freizeit funktioniert hier also generationenübergreifend. Kinder können auf Spielplätzen toben, neue Kletter- und Wasserstationen testen oder ins Becken springen. Jugendliche spielen Fußballgolf oder Beachvolleyball. Erwachsene entspannen auf der Liegewiese oder nutzen den Reisemobilstellplatz als Ausgangspunkt für Touren über den Niederrhein.

Und selbst an bewölkten Tagen lohnt sich ein Besuch hier. Genau das betont Benedikt mehrfach: „Viele denken immer nur ans klassische Freibadwetter. Aber man kann hier so viel mehr machen oder auch einfach spazieren gehen, Kaffee trinken und den Tag genießen.“

Wald-Lodges: Übernachten mitten im Freibad

Ein Bereich, der sich besonders stark entwickelt hat, sind die Wald-Lodges. Bereits bei meinem letzten Besuch fand ich die Idee großartig: moderne Lodges mitten im Grünen, kombiniert mit Lagerfeuerromantik und direktem Zugang zu allen Freizeitangeboten.

„Gerade Gruppenurlaube werden am Niederrhein immer beliebter“, bestätigt erzählt Benedikt. Die Lodges bieten aber nicht nur Platz für Gruppen, sondern auch für Familien, Vereine oder Firmen, die Naturgefühl mit Komfort verbinden möchten. Besonders schön finde ich den großen Begegnungsbereich in der Mitte, der zum gemeinsamen Grillen oder für Lagerfeuerabende genutzt werden kann. Die Leute suchen heute besondere Erlebnisse. Und genau das hat Benedikt mit seinem Team hier geschaffen.

Neben den Lodges entstehen aktuell neue Übernachtungsmöglichkeiten unter dem Motto „Wohnen im Freibad“. Eine ehemalige Einliegerwohnung wird derzeit umgebaut und soll künftig Platz für bis zu zwölf Personen bieten – inklusive direktem Zugang ins Freibad. Allein die Vorstellung finde ich großartig: morgens aufstehen, durch den Garten laufen und direkt ins Wasser springen. Aber es gibt noch so viele weitere Möglichkeiten auf dieser Fläche und jeder Aufenthalt lässt sich individuell und passend zusammenstellen.

Reisemobilstellplatz mit Atmosphäre

Jetzt laufen wir weiter Richtung Reisemobilstellplatz – ein Bereich, den ich auch bereits für einen anderen Blog selbst getestet habe. Schon damals mochte ich die entspannte Atmosphäre zwischen den Bäumen. Heute hat sich auch hier wieder einiges getan. Unter anderem wurden neue Stromsäulen installiert und sowieso ist die Nutzung der Sanitäranlagen und WLAN frei.

Richtig gemütlich wird es übrigens abends. Kleine Lichterketten hängen zwischen den Bäumen und sorgen für Campingplatz-Romantik.

„Wir haben mittlerweile 64 reguläre Stellplätze in verschiedenen Größen und zusätzliche Ausweichflächen“, erklärt Benedikt. „Insgesamt können wir bis zu 120 Reisemobile unterbringen.“

Besonders innovativ finde ich das digitale Reservierungssystem. Ihr sucht euch euren Lieblingsplatz aus, wählt diesen mittels entsprechender Nummer an einer Stele direkt digital aus und bezahlt bargeldlos. Das Beste: Wenn ihr zwischendurch mit eurem Reisemobil nach Xanten oder Arcen fahren wollt, müsst ihr euch keine Sorgen machen, dass euer Platz weg ist, dieser ist während eures gebuchten Aufenthaltes für euch reserviert.

Ein kleines Detail vielleicht – aber genau solche Dinge machen Reisen deutlich entspannter. „Das ist einfach ein Stück Freiheit. Und genau das kommt bei den Gästen extrem gut an“, betont Benedikt. „Auch das Thema Zukunft beschäftigt uns intensiv. Wie entwickelt sich Reisemobilität in Verbindung mit E-Mobilität? Welche Infrastruktur brauchen die Gäste künftig? Darüber machen wir uns viele Gedanken.“

Straßenkunst zum Anfassen

Straßenkunst zum Anfassen

Während wir weiterlaufen, zeigt Benedikt mir auch großformatige Kunstwerke auf dem Stellplatz. Diese stammen vom bekannten Straßenkunstfestival in Geldern. „Früher wurden die Kunstwerke direkt auf die Straße gemalt“, erzählt er. „Wir haben uns Gedanken gemacht und jetzt arbeiten die Künstler auf wetterfesten Platten, die zusätzlich versiegelt werden. Das ist nachhaltiger und auch eine größere Wertschätzung für die Künstler.“

Künftig sollen die Werke sogar entlang von Rad- und Wanderwegen am Niederrhein auftauchen.

Eine Event-Location für die Region

Zum Abschluss unseres Rundgangs schauen wir uns noch die frisch modernisierte Event-Location an. Schon beim Betreten fällt mir sofort auf, wie modern und gleichzeitig gemütlich der Raum geworden ist. Neue Möbel, warme Farben und große Akustikpaneele sorgen für eine angenehme Atmosphäre.

„Viele Räumlichkeiten dieser Größe gibt es in der Region gar nicht mehr“, erklärt Benedikt. „Hier passen etwa 200 Personen stehend rein – ideal sind Veranstaltungen mit rund 100 Gästen: perfekt für Firmenfeiern, Workshops oder private Veranstaltungen. Vereine dürfen die Räumlichkeiten hier kostenfrei benutzen. Wir möchten einfach Raum schaffen für Begegnungen“, erklärt Benedikt.

Und genau das zieht sich durch das gesamte Waldfreibad.

Geldern Open Air & Nachhaltigkeit

Auch kulturell entwickelt sich das Waldfreibad immer weiter. Die Open-Air-Konzerte locken inzwischen tausende Besucher nach Walbeck. Ab dem 6. Juni geht es los:

High Fidelity – 06. Juni 2026

GOA – KIDS – 07. Juni 2026

IN EXTREMO – 15. August 2026

BAUSA – 21. August 2026

Geldern Olé – 22. August 2026

Max Giesinger – 23. August 2026

Und mal ehrlich: Sommerabende auf der großen Liegewiese, Musik unter freiem Himmel und diese besondere Atmosphäre mitten im Grünen – schöner kann sich ein Open Air am Niederrhein kaum anfühlen. Tickets gibt es übrigens hier.

„Großveranstaltungen bringen natürlich auch Herausforderungen mit sich“, erklärt Benedikt. „Gerade beim Thema Nachhaltigkeit machen wir uns viele Gedanken.“ Denn das Waldfreibad liegt teilweise im Naturschutzgebiet. Fragen wie Wasserverbrauch, Energieversorgung oder die Zukunft der Mobilität beschäftigen das Team intensiv.

Mein Fazit: Ein Ort voller Ideen

Je länger ich an diesem Tag mit Benedikt unterwegs bin, desto deutlicher wird: Das Waldfreibad Walbeck ist längst kein klassisches Freibad mehr. Es ist ein Ort voller Ideen, Begegnungen und Möglichkeiten. Hier treffen Natur, Tourismus, Freizeit, Kultur und Gemeinschaft aufeinander – und genau diese Mischung macht den besonderen Charakter aus.

Besonders beeindruckt hat mich wieder, wie viel Leidenschaft hinter allen Projekten steckt. Statt sich auf Erfolgen auszuruhen, wird hier ständig weitergedacht: neue Unterkünfte, moderne Stellplatzkonzepte, nachhaltige Ideen, Veranstaltungen und Freizeitangebote für alle Generationen.