Drei Orte, drei Geschichten – warum Sonsbeck mich überrascht hat
Es sind oft die kleinen Entdeckungen, die einen Ausflug besonders machen. Genau so ging es mir in Sonsbeck. Zwischen einem Aussichtspunkt mit weitem Blick über den Niederrhein, einer jahrhundertealten Kapelle und einer historischen Windmühle habe ich drei Orte entdeckt, die unterschiedlicher kaum sein könnten – und doch eines gemeinsam haben: Sie erzählen auf ihre ganz eigene Weise von der Geschichte und dem Leben in Sonsbeck bzw. der Sonsbecker Schweiz.
Oft genügt ein Ortswechsel von wenigen Kilometern – und plötzlich öffnen sich Türen in längst vergangene Zeiten, beeindruckende Ausblicke oder Orte, an denen Geschichte bis heute gelebt wird. Die Gemeinde am unteren Niederrhein mit gerade mal 8.800 Einwohnern kannte ich natürlich u.a. von meinem Besuch beim Klappboomshof schon, doch diesmal sollte ich sie einmal aus einer ganz anderen Perspektive kennenlernen. Gemeinsam mit Nicole Wagener, die in der Gemeinde seit Februar 2025 für die Wirtschaftsförderung und den Tourismus zuständig ist, mache ich mich auf den Weg zu drei ganz unterschiedlichen Stationen. Schon nach den ersten Minuten wurde mir klar: Sonsbeck hat deutlich mehr zu erzählen, als man auf den ersten Blick vermutet.
Hoch hinaus – der Aussichtsturm auf dem Dürsberg
Unser erstes Ziel ist der moderne Aussichtsturm auf dem Dürsberg – mit rund 100 Metern über dem Meeresspiegel und der höchsten Erhebung weit und breit.
Zum Aussichtsturm gelangen wir über den GeoWanderweg, auf den ich gleich noch zu sprechen komme. Hier treffen wir auf den Gästeführer Heinz-Peter Kamps vom „Denkmal an Sonsbeck e.V.“.
Was mir direkt auffällt, ist die besondere Bauweise. Stahl und Holz verbinden sich zu einer offenen Konstruktion, die sich erstaunlich harmonisch in die Landschaft einfügt. Der heutige Turm wurde 2021 errichtet und vor zwei Jahren eingeweiht, nachdem sein Vorgänger aus Sicherheitsgründen abgebaut werden musste. Mit seinen 153 Stufen und 26 Metern Höhe bietet er nun wieder einen der schönsten Ausblicke am gesamten unteren Niederrhein.
Blick bis nach Köln
Stufe für Stufe arbeiten wir uns nach oben. Ausdauer und Höhenangst lassen grüßen. Durch den Wind bewegt sich der Turm ein wenig, aber die Stahlkonstruktion absolut sicher. Je höher wir kommen, desto weiter öffnet sich die Landschaft. Und als ich schließlich die Plattform erreiche, lasse ich meinen Blick erst einmal in alle Richtungen schweifen. Was für ein Panorama! Habt ihr gewusst, dass Sonsbeck den Beinamen „Grüne Perle am Niederrhein“ trägt. Spätestens hier oben versteht man ziemlich schnell warum.
Auch Nicole ist begeistert und stolz, denn sie hat noch ein viel größeres Problem mit der Höhe. „Das glaubt mir keiner, dass ich hier oben stehe“, strahlt sie und Heinz-Peter macht direkt ein paar Beweisfotos.
Der Niederrhein von oben
Unter mir liegen Felder, Wälder und kleine Ortschaften, die sich wie ein Mosaik über den Niederrhein verteilen. In der Ferne zeichnen sich markante Punkte der Region am Horizont ab. Dank der Infotafeln lassen sich viele davon sogar bestimmen – fast wie ein kleines Suchspiel.
„Ich glaube, genau dieser Blick macht vielen noch einmal bewusst, wie abwechslungsreich unsere Region eigentlich ist“, ergänzt Nicole. Und tatsächlich ertappe ich mich dabei, wie ich versuche, bekannte Orte wiederzuerkennen. „Von hier oben kann man bei klarem Wetter bis nach Düsseldorf und Köln schauen“, erzählt mir Heinz-Peter. Aber nicht nur bis hier, ich lese an den Hinweistafeln, die am Gelände rundherum angebracht sind, auch Voerde, Rheinberg, Geldern, Kerken, Wesel, Xanten, Goch, Rees, Kalkar, Duisburg, Oberhausen und Gelsenkirchen.
Gerade weil der Niederrhein oft als flach beschrieben wird, überrascht dieser Aussichtspunkt umso mehr. Von hier oben wird sichtbar, wie unterschiedlich die Landschaft tatsächlich ist. Die Sonsbecker Schweiz mit ihren sanften Hügeln hebt sich deutlich von den weiten Ebenen der Umgebung ab und macht Lust darauf, die Gegend auch einmal zu Fuß auf dem Geo-Wanderweg zu erkunden.
„Sogar Napoleon machte hier Halt“, erzählt Heinz-Peter mit einem Schmunzeln. „Im Oktober 1812 bestieg er einen Aussichtspunkt ganz in der Nähe, um sich einen Überblick über die Landschaft zu verschaffen, bevor er weiter von Kleve weiter in Richtung Wesel reiste.“
Für mich ist der Dürsberg einer dieser Orte, an denen man automatisch länger bleibt als geplant. Nicht, weil es besonders viel Programm gibt – sondern weil der Blick einfach nie langweilig wird.
Warum eigentlich „Sonsbecker Schweiz“?
Beim Blick über die sanften Hügel frage ich mich unweigerlich, wie der Niederrhein zu einer „Schweiz“ gekommen ist. Die Antwort liegt in der Landschaft selbst. Während der letzten Eiszeit schoben gewaltige Gletscher Erde, Sand und Geröll vor sich her und formten so die heutige Hügellandschaft. Mit bis zu rund 90 Metern über dem Meeresspiegel zählt sie zu den höchsten Erhebungen am unteren Niederrhein – ein ungewöhnlicher Anblick in einer Region, die sonst eher für ihre weiten, flachen Ebenen bekannt ist.
Genau dieser Kontrast brachte der Gegend ihren Namen ein. Natürlich erreicht die Sonsbecker Schweiz keine alpinen Höhen, doch die sanften Hügel, abwechslungsreichen Wälder und weiten Ausblicke erinnern an eine kleine Mittelgebirgslandschaft mitten am Niederrhein. Wer hier unterwegs ist, vergisst schnell, dass nur wenige Kilometer entfernt wieder die typisch flache Niederrheinlandschaft beginnt. „Es gibt übrigens 150 Schweizen auf der Welt und im 534 Kilometer entfernten Bern liegt auch ein Stein aus Sonsbeck“, lacht Heinz-Peter.
Noch mehr Natur entdecken
Wer nach dem Ausblick vom Dürsberg noch nicht genug hat, sollte sich unbedingt Zeit für den GeoWanderweg und den anschließenden Findlingsweg nehmen. Beide Wege führen durch die abwechslungsreiche Landschaft der Sonsbecker Schweiz und machen sichtbar, wie die Eiszeit den Niederrhein geprägt hat. Entlang des rund 1,2 Kilometer langen GeoWanderwegs erklären sechs Stationen anschaulich die Entstehung der Moränenlandschaft, bevor der Weg am Aussichtsturm endet.
In der Nähe schließt der Findlingsweg an, der den Rundweg zurück zum Ausgangspunkt ergänzt. An elf Stationen lassen sich insgesamt 23 Findlinge entdecken – gewaltige Gesteinsbrocken, die während der Eiszeit von Gletschern bis an den Niederrhein transportiert oder als sogenannte Driftblöcke hierher gelangten. Viele stammen ursprünglich sogar aus Skandinavien und sind mehrere hundert Millionen Jahre alt. Informationstafeln entlang des Weges erzählen ihre spannende Geschichte und machen den Spaziergang zu einer kleinen Reise durch die Erdgeschichte.
„Auch die Römer-Lippe-Route kommt hier vorbei und es gibt für Schulklassen direkt am Aussichtsturm einen Klima-Lehrpfad“, ergänzt Nicole, bevor es für uns jetzt weiter geht.
Ein Ort voller Geschichte – die Gerebernuskapelle
Unser nächster Weg führt uns nämlich etwas außerhalb des Ortskerns. Zwischen Feldern und alten Bäumen steht die St.-Gerebernus-Kapelle – eher unscheinbar und gerade deshalb ein Ort, an dem man wahrscheinlich viel zu oft vorbeifahren würde. Dabei verbirgt sich hinter den Mauern eine Geschichte, die weit über das Mittelalter hinausreicht.
„Viele Besucher sind überrascht, wie alt dieser Ort eigentlich ist“, erzählt mir Heinz-Peter, als wir auf die Kapelle zugehen. „Dabei beginnt die Geschichte nicht erst mit dem heutigen Gebäude, sondern reicht bis in die Römerzeit zurück.“
Tatsächlich verlief hier einst die römische Heerstraße von Xanten über Geldern bis nach Venlo. Nur wenige Meter entfernt befand sich ein römischer Wachtposten, an den der heutige Römerturm (eine ehemalige Mühle) erinnert. Schon damals war dieser Höhenzug ein strategisch wichtiger Punkt. Später legten die Kölner Erzbischöfe hier einen befestigten Hof an, bevor um das Jahr 900 die erste Kapelle entstand. Das heutige Gotteshaus wurde schließlich 1478 errichtet und ist damit selbst bereits über 500 Jahre alt.
Ich finde es immer wieder faszinierend, wie viele Zeitschichten sich an einem einzigen Ort entdecken lassen. Römer, Mittelalter, Pilger – sie alle haben hier ihre Spuren hinterlassen, während heute eine angenehme Ruhe über dem Gelände liegt. Nur das Zwitschern der Vögel begleitet unseren Rundgang.
Beim Betreten der Kapelle fällt mein Blick sofort auf die schlichten, hellen Wände und die typisch romanischen Elemente mit ihren rundbogigen Formen. Gerade diese Zurückhaltung verleiht dem Raum eine besondere Atmosphäre. Nichts wirkt überladen, stattdessen entsteht eine Ruhe, die einen automatisch langsamer werden lässt.
Die Legende um Gerebernus
„Der heilige Gerebernus ist bis heute eng mit Sonsbeck verbunden“, erzählt mir Heinz-Peter. Einer Legende nach sollten seine Reliquien einst nach Xanten gebracht werden. Doch der Ochsenkarren blieb genau an dieser Stelle stehen und ließ sich nicht mehr weiterbewegen. Das wurde als göttliches Zeichen gedeutet – deshalb errichtete man hier die erste Kirche. Über Jahrhunderte entwickelte sich die Kapelle dadurch zu einem bedeutenden Wallfahrtsort, auch weil an seinem Grab zahlreiche Wunder geschehen sein sollen.
„Hier vorne sieht man noch die tiefen Rillen von den Holzschuhen der zahllosen betenden Menschen aus vergangenen Jahrhunderten“, zeigt Heinz-Peter auf den Boden.
Eine seltene Besonderheit: der Kriechaltar
Dann dreht er sich um und macht mich auf das Herzstück der Kapelle aufmerksam – dem sogenannten Kriechaltar. „Viele kommen genau deshalb hierher“, erklärt er. „Von diesen Anlagen gibt es in ganz Deutschland nur noch zwei.“
Ich muss zugeben, dass ich bis heute noch nie von einem Kriechaltar gehört hatte. Im Mittelalter krochen Pilger unter dem Altar hindurch. Dieses Ritual symbolisierte Demut, Hoffnung und einen Neubeginn. Dass diese Tradition an so wenigen Orten überhaupt noch nachvollzogen werden kann, macht die Gerebernuskapelle zu etwas ganz Besonderem.
Ein Ort zum Innehalten
„Die Kapelle ist für viele ein Ort zum Innehalten“, ergänzt Nicole. „Natürlich finden hier Gottesdienste und kulturelle Veranstaltungen statt, aber oft kommen Menschen auch einfach vorbei, um für einen Moment zur Ruhe zu kommen.“
Ich kann das gut nachvollziehen. Manche Orte beeindrucken durch ihre Größe. Die Gerebernuskapelle schafft genau das Gegenteil: Sie zeigt, wie viel Geschichte und Bedeutung auch in einem vergleichsweise kleinen Bauwerk stecken können.
Bevor ich die Kapelle verlasse, zünde ich noch ein Teelicht an. Das gehört für mich einfach dazu, wenn ich einen solchen Ort besuche. Für einen Moment kehrt Ruhe ein, bevor Heinz-Peter mir zum Abschied noch eine Geschichte erzählt, die mich besonders berührt.
„Die Figur des heiligen Gerebernus wurde vor einigen Jahren gestohlen“, berichtet er. „Ein Flüchtling, der damals in Sonsbeck untergebracht war, hatte davon erfahren. Aus Dankbarkeit für die Gastfreundschaft schnitzte er eine neue Figur, die heute in der Kapelle zu sehen ist.“ Dann zeigt Heinz-Peter auf den Bereich, in dem ich mein Teelicht abgestellt habe. „Ist dir die Form aufgefallen? Sie erinnert an ein Boot – als Symbol für den Weg, auf dem der Flüchtling nach Sonsbeck gekommen ist.“
Eine schöne Geste, die zeigt, wie sich Geschichte und Gegenwart an diesem besonderen Ort miteinander verbinden.
Wahrzeichen mit Geschichte – die Gommansche Mühle
Nach den weiten Ausblicken vom Dürsberg geht es zurück in den Ortskern von Sonsbeck. Vorbei am Rathaus und dem Schweinebrunnen sehen wir sie schon von Weitem: die Gommansche Mühle. Mit ihren Flügeln prägt sie seit fast zwei Jahrhunderten die Silhouette des Ortes und gehört für viele Sonsbecker ganz selbstverständlich zum Heimatgefühl dazu.
„Eigentlich ist die Mühle viel mehr als nur ein Denkmal“, betont Nicole, als wir über den kleinen Platz auf sie zugehen. „Sie ist ein Treffpunkt geworden – ein Ort, an dem Menschen zusammenkommen. Hier verbringe ich auch gerne meine Mittagspausen.“
Genau das spürt man sofort. Während wir die Mühle umrunden, erzählt Nicole von ihrer wechselvollen Geschichte. Um 1870 wurde die Turmwindmühle als sogenannte Bovenkruyer-Mühle erbaut – ein Mühlentyp, bei dem sich nur die Kappe mit den Flügeln in den Wind drehen lässt. Über viele Jahrzehnte mahlte sie Getreide für die Region, bis Kriegsschäden und der technische Wandel ihr zunehmend zusetzten.
Mehrfach schien ihre Zukunft ungewiss. Zwar wurden Schäden beseitigt und die Mühle in den 1980er-Jahren umfangreich instandgesetzt, doch 1995 brach bei einem Sturm einer der Flügel ab. Die übrigen mussten aus Sicherheitsgründen ebenfalls entfernt werden. Dass die Mühle heute wieder in ihrer ganzen Schönheit dasteht, ist vor allem dem Engagement vieler Ehrenamtlicher zu verdanken. Gemeinsam mit der Denkmalpflege wurde die komplette Holzkonstruktion erneuert, bevor die restaurierte Mühle Ende 1997 feierlich wiedereröffnet werden konnte.
Ich finde solche Geschichten immer besonders schön. Sie zeigen, dass Denkmäler nicht nur erhalten bleiben, weil sie alt sind, sondern weil Menschen sich für sie einsetzen. Ohne dieses Engagement würde das Ortsbild heute vermutlich ganz anders aussehen.
Im Inneren der Mühle wird schnell deutlich, dass sie längst nicht mehr nur an vergangene Zeiten erinnert. Heute finden hier Trauungen statt, kleine Konzerte, Lesungen, Weinproben und Ausstellungen. Wo früher Getreide gemahlen wurde, entstehen heute Erinnerungen ganz anderer Art.
„Gerade diese Mischung macht die Mühle so besonders“, erzählt Nicole. „Sie gehört zur Geschichte von Sonsbeck und ist gleichzeitig ein Ort, an dem immer wieder Neues entsteht.“
Wo Geschichte heute gelebt wird
Dieser Gedanke gefällt mir. Oft stehen historische Gebäude einfach nur da und erzählen von früher. Die Gommansche Mühle dagegen ist lebendig geblieben. Sie ist Teil des Alltags, Teil des Dorflebens und gleichzeitig ein Wahrzeichen, das Besucherinnen und Besucher sofort mit Sonsbeck verbinden.
Ein echter Hingucker ist sie übrigens auch nach Sonnenuntergang. Durch das LEADER-Projekt „Lichtblicke“ wird die Mühle stimmungsvoll beleuchtet und setzt damit auch am Abend einen besonderen Akzent im Ortskern. Ich kann mir gut vorstellen, wie schön die Atmosphäre hier an einem lauen Sommerabend sein muss.
Kleine Eis-Pause
Bevor unser Rundgang endet, machen Nicole und ich noch einen kleinen Abstecher zum Lieblingsplatz bei Egons Eiscafé an der Hochstraße. Das Eiscafé ist vielen Sonsbeckern bis heute unter dem Namen des stadtbekannten Egon ein Begriff – auch wenn inzwischen eine neue Generation das Geschäft übernommen hat.
„Junge Leute führen das Eiscafé heute weiter und stellen das Eis selbst her“, erzählt Nicole. „Dabei setzen sie bewusst auf regionale Zutaten. Es gibt sogar eine Kooperation mit dem Labbecker Hofladen Höhnshof. Die liefern frische Milch und Eier und daraus entsteht das leckere hofeigene Landeis.“
Mit einer Kugel Eis – Sorte Walnuss – in der Hand lasse ich die Eindrücke des Tages noch einmal Revue passieren. Zwischen Geschichte, Natur und schönen Ausblicken hätte ich mir keinen passenderen Abschluss für meinen Ausflug durch Sonsbeck wünschen können. Mit Blick auf die Mühle wird noch einmal deutlich, wie viel Charme Sonsbeck auf kleinem Raum vereint: Geschichte, Natur und eine große Portion Gastfreundschaft.
Tipp für den Sommer: Der Mühlensommer 2026
Wer Sonsbeck nicht nur entdecken, sondern auch gemeinsam mit anderen erleben möchte, sollte sich den Mühlensommer vormerken. Vom 10. bis 16. August 2026 verwandelt sich die Wiese an der Gommanschen Mühle in einen Treffpunkt für alle Generationen. Das neue Veranstaltungsformat verbindet Bewegung, Begegnung und Kreativität – und das komplett kostenfrei.
Eine Woche lang erwartet Besucherinnen und Besucher ein abwechslungsreiches Programm mit Sportangeboten, Yoga, Familienaktionen, Musik, Wanderungen, Stadtführungen und vielen Mitmachangeboten. Besonders schön finde ich, dass hier Vereine, Unternehmen und Ehrenamtliche gemeinsam ein Programm auf die Beine stellen, das Menschen zusammenbringt.
Das Programm im Überblick
Montag, 10. August
12–14 Uhr: Fußballdarts & Leitergolf (Kreissportbund Wesel)
12–14 Uhr: Kinderschminken, Spiel & Bewegung
17.15–18 Uhr: After-Work-Gymnastik
18–19 Uhr: Zirkeltraining
19–20 Uhr: Hatha-Yoga
Dienstag, 11. August
10.30–11.30 Uhr: Ganzkörperworkout für Mamas
17.15–18 Uhr: Tabata
18–19 Uhr: Smovey-Walking (mit Anmeldung)
Mittwoch, 12. August
9–10 Uhr: Outdoor-Training mit Kinderwagen
10–12 Uhr: Alltags-Fitness-Test & Rollator-Parcours
12–13 Uhr: Hatha-Yoga mit Nicole Wagener
15–17 Uhr: Café Miteinander
18.15–19 Uhr: Bodyfeeling
Donnerstag, 13. August
11.15–12 Uhr: Baby-Kurs
18–19 Uhr: Mit allen Sinnen – Bewegung rund um die Mühle
Freitag, 14. August
9–10 Uhr: Back to Sports
11-12 Uhr: Stabilisierungstraining
14–15 Uhr: Selbstbehauptung für Frauen
15–16 Uhr: Qi Gong
16.30–17.30 Uhr: Sommer-Musiktreff
Samstag, 15. August
11–14 Uhr: Familienwanderung (mit Anmeldung)
14–16 Uhr: Brettspiel auf der Picknickdecke
14–16 Uhr: Kreatives Kinder-Fotoshooting
15–16.30 Uhr: Stadtführung durch Sonsbeck
Sonntag, 16. August
16–16.45 Uhr: Zumba Kids
17.30–18 Uhr: Zumba Gold
Die Teilnahme ist grundsätzlich ohne Anmeldung möglich. Lediglich die Familienwanderung und das Smovey-Walking erfordern aufgrund der begrenzten Plätze eine vorherige Anmeldung. Bei schlechtem Wetter können einzelne Angebote ins Kastell verlegt werden.
Mein persönliches Fazit
Ich mag Orte, die mich überraschen. Und genau das hat Sonsbeck geschafft. Die Gerebernuskapelle erzählt von Römern, Pilgern und jahrhundertealtem Glauben. Der Aussichtsturm auf dem Dürsberg zeigt den Niederrhein aus einer Perspektive, die viele vermutlich noch gar nicht kennen. Und die Gommansche Mühle beweist, wie lebendig Geschichte sein kann, wenn Menschen sie mit Herzblut erhalten und mit neuem Leben füllen.
Was alle drei Orte verbindet, ist ihre Authentizität. Nichts wirkt inszeniert oder künstlich. Stattdessen erzählen sie ganz selbstverständlich von der Vergangenheit – und davon, wie sie bis heute das Leben in Sonsbeck prägt. Ich bin mir sicher: Wer Sonsbeck bislang nur vom Vorbeifahren kennt, sollte sich einfach einmal einen Nachmittag Zeit nehmen. Vielleicht beginnt ihr den Tag in der Gerebernuskapelle, genießt anschließend den Blick vom Aussichtsturm Dürsberg und lasst ihn – genau wie ich – bei einem Eis an der Gommanschen Mühle ausklingen – es lohnt sich.