Routentipp 115 - 3. Raderlebnistag Niederrhein 2026 am 5. Juli 2026
Mittel
Sie erleben auf der Tour Parks und Naturschutzgebiete als auch weitere Sehenwürdigkeiten, wie z.B. die Selfkantbahn, das Tal des Flüsschens Wurm und dessen Höhenzug im Westen.
Details der Tour
Empfohlene Jahreszeit
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Besonderheiten der Tour
Aussichtsreich / Geologische Highlights / Botanische Highlights / Kulturelle Highlights / Faunistische Highlights
Wegebeschaffenheit
Von der Geilenkirchener Innenstadt radeln Sie entlang des Flüsschens Wurm hinauf auf die landwirtschaftlich genutzte Ebene bei Tripsrath und wieder hinunter. Dort stoßen Sie auf die Historische Dampfeisenbahn Selfkantbahn in Gillrath. Weiter geht es Richtung Süden zum Naturschutzgebiet Teverener Heide und erneut ins Tal der Wurm und zurück nach Übach-Palenberg.
Autorentipp
Wegbeschreibung
Vom Infopunkt Übach-Palenberg (Rathaus, Rathausplatz 4, 52531 Übach-Palenberg) geht es zunächst zum Knotenpunkt (KP) 37 und weiter zum KP 61, welcher Sie zum KP 62 leitet. Über den KP 64 radeln Sie zum KP 63 und dann zum KP 01 am Infopunkt Geilenkirchen (Markt). Von der Geilenkirchener Innenstadt am Knotenpunkt KP 01 radeln Sie entlang der Wurm, vorbei an Schloß Trips, zum KP 08 bei Süggerath. Aus dem Tal hinaus geht es über Hochheid zum KP 04 in Tripsrath. Über Hatterath führt der Weg dann zum KP 03 in Gillrath. Der KP 02 liegt in Neuteveren und führt Sie zu den KP 65 und 40 am Ortsrand von Scherpenseel. Kurz hinein in die Niederlande geht die Route zum KP 41/NL und wieder zum deutschen KP 36 bei Schloss Rimburg. Die KP 35 und 33 führen zum KP 32 in Übach-Palenberg.
Den Infopunkt Übach-Palenberg erreichen Sie, in dem Sie ein Stück in Richtung KP 37 radeln.
Sehenswertes auf der Strecke:
Vom Infopunkt Übach-Palenberg (Rathaus, Rathausplatz 4, 52531 Übach-Palenberg) geht es zunächst zum Knotenpunkt (KP) 37.
Bald sehen Sie hinter dem Infopunkt das Carolus Magnus Centrum und den historischen Wasserturm. Das Carolus Magnus Centrum (CMC) ist das frühere Verwaltungsgebäude der Zeche Carolus Magnus, die bis zum Jahr 1962 der Hauptarbeitgeber im Stadtgebiet war. Das Gebäude wurde im Bauhausstil errichtet und steht unter Denkmalschutz. Seit 1995 befindet sich in dem Gebäudekomplex nach intensiven Umbauarbeiten ein Zentrum zur Existenzgründung und Standortsicherung, das von der CMC GmbH betrieben wird. Büro- und Gemeinschaftsflächen werden von Unternehmen unterschiedlichster Branchen genutzt. Die restaurierte Lohnhalle kann darüber hinaus für Veranstaltungen aller Art angemietet werden. Im Rahmen des städtischen Kulturprogramms finden regelmäßig Konzerte und Ausstellungen statt.
Oberhalb des CMC liegt der historische Wasserturm, das 49 Meter hohe Wahrzeichen der Stadt Übach-Palenberg. Bis 1962 diente er der Brauchwasserbereitstellung für die Zeche. Ende der 1980er Jahre wurde er in städtisches Eigentum überführt und in den Jahren 1997 bis 1998 restauriert. Der Wasserturm zählt zu den letzten erhaltenen Industriewassertürmen in Nordrhein-Westfalen und sticht aufgrund seiner einmaligen Bauweise schon von weitem ins Auge.
Am Bahnhof des Ortes liegt der KP 61, welcher Sie zum KP 62 leitet. Sie durchradeln das Naherholungsgebiet, eine Grün- und Freizeitoase zwischen den Stadtteilen Palenberg und Marienberg und beliebtes Ausflugsziel für Besucher aus nah und fern. Es wurde Ende der 1980er Jahre auf einer ehemals landwirtschaftlichen Fläche entlang der Wurm geschaffen. 6 Seen wurden angelegt, die von durch Bäume gesäumte Spazierwege und Wiesen umrahmt werden. Hier befindet sich ein Mehrgenerationenspielplatz, ein Tretbootverleih, ein Minigolfplatz sowie eine Gastronomie.
Am südlichen Ende des Gebietes liegen die Reste eines römisches Badehauses, das aufgrund historischer Funde rekonstruiert wurde. Spuren aus Römerzeiten sind in Übach-Palenberg nicht ungewöhnlich. Die alte römische Heerstraße von Boulogne-sur-Mer nach Köln („Via Belgica“) führte mitten durch das Stadtgebiet.
Direkt am KP 62 befindet sich das Schloss Zweibrüggen inmitten grüner Wiesen, nur ein paar Meter von der Wurm entfernt. Es wurde 1788 im klassizistischen Baustil von Joseph Anton von Negri anstelle der alten Burganlage, die ihre Wurzeln im 14. Jahrhundert hatte, errichtet. Schloss sowie Schlossgarten sind von einem Wassergraben umgeben. Im Jahr 1993 übernahm die Stadt Übach-Palenberg das Schloss von der Freiin von Negri. Das historische Gebäude hat sich zu einem Kulturzentrum der Stadt Übach-Palenberg entwickelt. Es wird für Kunstausstellungen, Konzerte und Empfänge genutzt. Darüber hinaus befindet sich das Trauzimmer des Standesamtes im Schloss. Eine „Schloss-Hochzeit“ zieht viele Heiratswillige aus nah und fern nach Übach-Palenberg.
Von hier aus radeln Sie den Hang hinauf zum KP 64.
Wenn Sie zum Willy-Dohmen-Park möchten, biegen Sie bitte an der nächsten Kreuzung nach rechts in die „Wurmtalstrasse" und radeln rund 460 Meter bis zum Parkeingang. Der Park liegt im Stadtteil Windhausen und ist ein Beispiel für eine gelungene Rekultivierung einer ehemaligen Kiesgrube. Er entstand ab den 1980er Jahren auf Initiative von Willy Dohmen. Mithilfe von Familie und Freunden wurde zunächst Mutterboden angefahren, im Anschluss wurden Wiesen, Wege und Teiche angelegt sowie Bäume und Sträucher gepflanzt. Im Mai ist die Blütenpracht der zahlreichen Rhododendren zu bewundern, ganzjährig bereichern Skulpturen sowie ein Steingarten den Park und laden zu einem erlebnisreichen Spaziergang ein. Der Besuch des Parks ist täglich möglich und kostenfrei.
Wieder zurück auf die Strecke radeln Sie Richtung KP 63 und dann zum KP 01 am Infopunkt Geilenkirchen (Markt).
Zuvor passieren Sie am Ortsrand Geilenkirchens den Wurmauenpark. Hier können sich Bürger und Besucher Geilenkirchens nahe der Innenstadt und der Wurm erholen. Ein Teich, umgeben von Wiesen, Bäumen und Sträuchern lädt alle zum Entspannen ein.
Für körperliche Betätigungen wurden ein Skatepark, ein Streetballfeld und eine Dirtbike-Anlage angelegt. Auch finden im und nahe des Parks Veranstaltungen wie Märkte, Konzerte und die Kirmes statt.
Vom Infopunkt in der Geilenkirchener Innenstadt am Knotenpunkt (KP) 01 radeln Sie entlang der Wurm zum KP 08 bei Süggerath.
Auf dem Weg liegt Schloss Trips. Die Anfänge dieser Wasserburganlage datieren aus dem 14. Jahrhundert, in dem die Familie von Trips den Grundstein legte. Im Laufe der Zeit immer wieder erweitert und umgestaltet, verursachte ein Erdbeben im Jahr 1755 schwere Schäden an den Gebäuden. Dies war der Anlass, die Burganlage umzugestalten und – damals zeitgemäß – beim Neuaufbau barocke Elemente zu verwenden. Auch wurde ein barocker Garten mit symmetrischer Gestaltung angelegt, der jedoch dem Zweiten Weltkrieg zum Opfer fiel. Rund um die ganze Anlage ziehen sich heute Kastanienalleen und Teile der Anlage werden als Seniorenresidenz genutzt. (Führungen siehe: www.westblicke.de)
Die Wurm ist ein ca. 53 Kilometer langes Flüssschen, welches sich von seinem Quellgebiet in Aachen über Würselen und Herzogenrath bis tief ins Heinsberger Land schlängelt, bevor es in der Nähe von Kempen in die Rur mündet. An ihren Ufern trifft man auf imposante Herrenhäuser, die als Wasserburgen erbaut wurden.
Aus dem Tal hinaus geht es über Hochheid zum KP 04 in Tripsrath. Über Hatterath führt der Weg dann zum KP 03 in Gillrath.
Zwischen den Orten Geilenkirchen-Gillrath und Gangelt-Schierwaldenrath verkehrt an Wochenenden und Feiertagen zwischen Ostern und Ende September die museale Selfkantbahn im Dampfbetrieb. Im Jahr 1900 wurde die rund 38 Kilometer lange Strecke in Betrieb genommen und verband Geilenkirchen mit dem ländlichen Raum des Selfkants. Heute ist die verfügbare Strecke noch 5,5 Kilometer lang und die letzte erhaltene meterspurige Kleinbahn in Nordrhein-Westfalen. www.selfkantbahn.de
Der KP 02 liegt in Neuteveren. Kurz vorher sehen Sie die Landebahn der NATO-Airbase. Umgeben vom Naturschutzgebiet Teverener Heide und von Ackerflächen liegt nahe der Grenze zu den Niederlanden der NATO-Flugplatz Geilenkirchen. Mitte der 1950er Jahre entstand er als Stützpunkt der Royal Air Force, wurde Ende der 1960er Jahre an die Deutsche Luftwaffe übergeben und ist seit 1982 der Stationierungsort des einzigen multinationalen fliegenden Verbandes der NATO. Die Maschinen sind für Aufklärungs- und Frühwarnmissionen ausgerüstet.
Hinter dem Knotenpunkt befindet sich das Naturschutzgebiet Teverener Heide. Beiderseits der Grenze liegt der Heidenaturpark mit der Teverener- und der Brunssumer Heide sowie dem Natuur- und Landschaftspark Rodebach|Rode Beek. Wald, Heide sowie Moore prägen diesen seltenen Landschaftstyp und in dem Gebiet liegen viele kleinere und größere Seen. Diese Vielfalt bietet seltenen Tier- und Pflanzenarten eine Heimat. Ein längerer Spaziergang durch den Naturpark lohnt sich immer. Markierte Rundrouten unterschiedlichster Länge helfen bei der Orientierung. Nehmen Sie sich ein wenig Zeit und radeln vom Wanderparkplatz Grotenrath ein kurzes Stück in das NSG bis zum Wiggelewak. https://www.teverenerheide.de
Die KP 65 und 40 führen zum Ortsrand von Scherpenseel. Kurz hinein in die Niederlande leitet Sie die Route zum KP 41 und wieder zum deutschen KP 36 bei Schloss Rimburg. Es liegt versteckt hinter Bäumen und einem Wassergraben. Im Laufe der Zeit wechselten die Besitzer des Schlosses und es wurde mehrfach zerstört und wieder auf- bzw. umgebaut. Seit Ende des 19. Jahrhunderts befindet sich das Schloss im Besitz der Familie von Brauchitsch. Es steht für öffentliche Besichtigungen nicht zur Verfügung. In direkter Nähe zum Schloss Rimburg befindet sich die historische Rimburger Brücke, auf der sich zwei in Bronze gegossene Schildkröten, eine auf der niederländischen, eine auf der deutschen Seite, Auge in Auge gegenüberstehen. Sie wurden im Rahmen der “Euregionale 2008“ an der heute nicht mehr sichtbaren Grenze zu den Niederlanden angebracht. Die Künstler Heinke Haberland und Stefan Sous sehen in ihrem Kunstwerk das Ewige, das Unsterbliche und den Frieden symbolisiert.
Die KP 35 und 33 führen zum KP 32 in Übach-Palenberg. Den Infopunkt Übach-Palenberg erreichen Sie, in dem Sie ein Stück in Richtung KP 37 radeln.
Ausrüstung
Des weiteren sind Sie mit dem Wetter angepasster Kleidung, genügend Wasser und ein wenig Verpflegung bestens ausgerüstet für die Tour.
Sicherheitshinweise
Weitere Informationen
Heinsberger Land
Tel.: +49 2452 131415 Fax: 131419
E-Mail: info@heinsberger-land.de
Internet: www.heinsberger-land.de