Routentipp 112 - 3. Raderlebnistag Niederrhein 2026 am 5. Juli 2026
Mittel
Grenzerfahrungen
Sie radeln übers freie Feld, durch Wäldchen, entlang von Bachtälern und durch kleine Ortschaften auf beiden Seiten der deutsch-niederländischen Grenze durch die Kulturlandschaft Limburgs.
Details der Tour
Empfohlene Jahreszeit
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Besonderheiten der Tour
Aussichtsreich / Geologische Highlights / Botanische Highlights / Kulturelle Highlights / Faunistische Highlights
Wegebeschaffenheit
Autorentipp
Wegbeschreibung
Radeln Sie von Startort in Haaren zunächst in Richtung Knotenpunkt (KP) 33. An der T-Kreuzung von "Hirtenweg" und "Obspringer Straße" biegen Sie nach rechts in die letztgenannte ein und radeln zur "Haarener Straße". Hier links und kurze Zeit später biegen Sie dann nach rechts in den "Erksweg". Es geht immer weiter geradeaus und hinter der Grenze stoßen sie auf den "Waldfeuchter Weg" und befinden sich in den Niederlanden. An der nächsten T-Kreuzung nach rechts und Sie erreichen eine größere Straße, die "Echterboschlaan" mit dem KP 41. Nach ca. 1,7 Kilometern biegen Sie nach rechts am KP 42 in den "Vaskuilseweg" ein und erreichen bald den KP 01. Über die KP´s 22 und 45, in Richtung KP 16 radelnd, erreichen Sie kurz vor der Bahnlinie bei Susteren die "Ijsstraat".
Wenn Sie dieser Straße nach links folgen, erreichen Sie an der deutsch-niederländischen Grenze den Westlichsten Punkt Deutschlands. Nun können Sie entweder weiter dieser Straße folgen und biegen bei Isenbruch nach rechts in den "Haverterweg" und dann nach links in den "Altaarweideweg" ein und sind dann wieder auf der Route oder kehren zurück: Am Ortseingang von Susteren queren Sie dann die Bahnlinie und radeln durch den Ort Richtung KP 16.
In beiden Fällen ist dann der KP 18 das nächste Ziel und dann folgen Sie den Hinweisen zum KP 41. Auf dem Weg zum KP 41 liegt Millen.
Zwischen KP 43 bei Havert und dem KP 53 radeln Sie durch das Saeffeler Bruch. Kurz Vor dem KP 53 liegt der Infopunkt Selfkant (Diecker Radfahrertreff, Diecker Weg 19, 52538 Selfkant). Der KP 47 liegt hinter Saeffelen im freien Feld und leitet zum KP 48 bei Waldfeucht. Über die KP´s 50 (in Obspringen), 39 und 35 (beide in Haaren) erreichen Sie den Ausgangspunkt, das Schwimmbad in Haaren, in dem Sie in Richtung KP 33 radeln.
Sehenswertes auf der Strecke:
Radeln Sie von Startort in Haaren zunächst in Richtung Knotenpunkt (KP) 33. An der T-Kreuzung von "Hirtenweg" und "Obspringer Straße" biegen Sie nach rechts in die letztgenannte ein und radeln zur "Haarener Straße". Hier links und kurze Zeit später biegen Sie dann nach rechts in den "Erksweg". Es geht immer weiter geradeaus und hinter der Grenze stoßen Sie auf den "Waldfeuchter Weg" und befinden sich in den Niederlanden. An der nächsten T-Kreuzung nach rechts und Sie erreichen eine größere Straße, die "Echterboschlaan" mit dem KP 41. Nach ca. 1,7 Kilometern biegen Sie am KP 42 nach rechts in den "Vaskuilseweg" ein und erreichen bald den KP 01. Über die KP´s 22 und 45, in Richtung KP 16 radelnd, erreichen Sie kurz vor der Bahnlinie bei Susteren die "Ijsstraat".
Wenn Sie dieser Straße nach links folgen, erreichen Sie an der deutsch-niederländischen Grenze den Westlichsten Punkt Deutschlands. Seit 2015 bietet der „Erlebnisraum Westzipfel“ einen attraktiven Anlaufpunkt im Radroutennetz. Entlang des Rodebachs können Besucher gemütlich „grenzwandeln“ um schließlich im äußersten Westzipfel Platz zu nehmen. Im Gelände erfahren Sie Interessantes zur wechselhaften „Zipfelgeschichte“, so z. B. dass der Westzipfel auch einmal abgeschnitten war oder dass ein Kohleschuppen die Grenzziehung beeinflusste. Wer das „schmalste Stückchen Niederlande“ erkunden möchte, geht über die kleine Verbindungsbrücke über den Bach, wo ein Radweg verläuft, der in das beschilderte Knotensystem integriert ist. Im Gelände finden sich Sitzstufen am Bach, Bänke und Hocker auf der Wiese laden zum Picknicken und Verweilen, ein Unterstand bietet einen willkommenen Schutz bei Regen. Eine Orientierungskarte für Radfahrer liefert praktische Tipps mit Touren und Attraktionen im beschilderten Knotenpunktsystem.
Nun können Sie entweder weiter dieser Straße folgen und biegen bei Isenbruch nach rechts in den "Haverterweg" und dann nach links in den "Altaarweideweg" ein und sind dann wieder auf der Route oder kehren zurück: Am Ortseingang von Susteren queren Sie dann die Bahnlinie und radeln durch den Ort Richtung KP 16.
In Susteren ist die St. Amelbergabasliek auf der Relindisstraat sehenswert. Pippin der Mittlere und seine Frau Plektrudis stellten dem damals schon vorhandenen Kloster einen Übertragungs- und Schutzbrief aus, der dem Kloster auch die freie Abtwahl gestattete. Nach der Zerstörung der Benediktinerabtei durch Wikinger im 9. Jahrhundert wurde an diesem Ort ein weltliches Frauenstift neu gegründet. Erste Äbtissin war die Heilige Amalberga, nach der die heutige Kirche benannt ist. Unbestätigten Berichten nach wurde der lotharingische König Zwentibold um 900 im Stift Susteren begraben. Die heute noch erhaltene Abteikirche, die Sint Amalberga Basilika, wurde im 11. Jahrhundert erbaut und zwischen 1885 und 1890 unter Leitung der Architekten Pierre Cuypers und Lambert von Fisenne restauriert. In der Kirche befindet sich ein aus der Zeit um 1200 stammendes Taufbecken, sowie Skulpturen der Heiligen Maria und des Heiligen Johannes aus dem 14. Jahrhundert.
In beiden Fällen ist dann der KP 18 das nächste Ziel.
Auf dem Weg zum KP 41 liegt Millen. Sehenswert ist hier das Ensemble aus Propstei, der restaurierten Zehntscheune und der in Teilen im 11. Jahrhundert erbauten Kirche. Die Zehntscheune wurde 1788 errichtet. Im 12. Jahrhundert gehörte das Areal zur Benediktinerabtei Siegburg, welche hier eine Propstei errichtete. Das ehemalige Propsteigebäude stammt im Kern aus dem 16. Jahrhundert und wurde 1701 und 1827 umgebaut. In der Pfarrkirche St. Nikolaus stehen besonders herausragende Beispiele der spätmittelalterlichen Holzschnitzkunst zwischen Maas und Rur: eine Anna Selbdritt, eine Augustinus- und eine Balbina-Figur (alle Anfang des 16. Jahrhunderts), eine Mutter-Gottes (um 1500) und eine Turmmonstranz (in Teilen 15. Jahrhundert).
Das Museum "Haus der Westgrenze" ganz im Westen Deutschlands in der Probstei, zeigt eine Ausstellung so vielseitig wie die Geschichte der Region. Neben Relikten aus der frühen Zeit des Ortes Millen wie Urkunden, Scherben und Siegel, gibt es anschauliches aus der Ära der niederländische Verwaltung. Auffälliges Zeichen ist die niederländische Flagge, die zu diesem Beginn im Selfkantort Tüddern am 23. April 1949 gehisst wurde. Und auch der damals so umtriebige Grenzschmuggel kommt nicht zu kurz. Ein Pelzmantel in dessen Saum Waren versteckt wurden oder der symbolträchtige (halbierte) VW-Käfer welcher gleichzeitig Infos zum "Muckefuck" preisgibt sind wahre Prunkstücke. Und dann auch noch eine Telefonzelle, die wohl so manchem "Handy"-Nutzer ein Buch mit sieben Siegeln ist ...
Der KP 41 liegt am Ortsrand von Tüddern. Wenige Meter in die Straße „Kämpchen“ hinein befindet sich das Bauernmuseum Selfkant. Vom alten Traktor bis hin zu Großmutters Bauernküche gibt es in der 2000 qm großen Ausstellungshalle viel Heimatgeschichte in einer einzigartigen Sammlung alter Schätze zu entdecken. Besucher bekommen ein Bild von der landwirtschaftlichen Arbeit zu früheren Zeiten. http://www.bauernmuseum-selfkant.de
Zwischen KP 43 bei Havert und dem KP 53 radeln Sie durch das Naturschutzgebiet Saeffeler Bruch und weiter zum KP 53.
Der KP 47 liegt hinter Saeffelen im freien Feld und leitet zum KP 48 bei Waldfeucht. Hier sehen Sie die Waldfeuchter Windmühle - eine Bockwindmühle, die auf eine als Stadtmühle im Bereich der Stadtmauer gelegene Mühle aus dem 16. Jahrhundert zurückgeht. Diese wurde 1897 durch die heutige Turmwindmühle außerhalb des Ortes ersetzt. Sie wird heute noch betrieben, an bestimmten Tagen auch mit Getreidemahlung. Gruppenführungen und Besichtigungen durch den Verein Historische Mühlen im Selfkant e.V. nach Vereinbarung. http://www.muehlenverein-selfkant.de
Über den KP 50 in Obspringen gelangen Sie zur Haarener Windmühle, kurz vor dem KP 39. Die Windmühle Haaren ist eine Turmwindmühle („Bergholländer“) von 1842. Noch heute wird sie als Getreidemühle von Müllern des Vereins "Historische Mühlen im Selfkant" betrieben und kann besichtigt werden. http://www.muehlenverein-selfkant.de
Die Mühle aus Backstein hat Gitterrostflügel, die mit Segeln bespannt werden. Sie wurde 1842 als Getreide- und Ölmühle erbaut und erhielt bereits 1858 eine Dampfmaschine. 1921 wurde das Anwesen an Jakob Verbeek verkauft, dessen Nachfahren noch heute Besitzer der Mühle sind. Die Dampfmühle blieb bis zur Wende zum 20. Jahrhundert in Betrieb. 1920 wurden Teile der Anlage und 1940 der hohe Schornstein abgebaut. Ebenfalls 1940 löste ein Sturm die Ankerpflöcke und setzte die Flügel in Gang. Durch die Reibung der Bremse setzte sich das hölzerne Trieb- und Balkenwerk in Brand. Als kriegswichtiger Versorgungsbetrieb wurde der Mühlenschaft umgehend mit Flügeln, Achse und König einer in Alkmaar in Abbruch befindlichen Mühle wieder hergerichtet. Bis 1950 war die Mühle in Betrieb. Bei der Dachinstandsetzung der Mühlenhaube im Jahre 1989 wurde das Schmuckbrett wieder beschriftet: „Mien Aerm send stärk, Dröm brengt mech Werk“ („Meine Arme sind stark, darum bringt mir Arbeit“).
Vorbei an dem Sudhaus einer ehemaligen Brauerei radeln Sie zum KP 35. Die großen Kupferkessel sind noch auf der "Brauereistraße" in Waldfeucht-Haaren zu sehen. Hier wurde von 1934 bis 1977 Bier gebraut und in der Region vertrieben. Heute dienen die Gebäude zur Produktion von Speiseeis.
Ihren Ausgangspunkt, das Schwimmbad in Haaren, erreichen Sie, indem Sie in Richtung KP 33 radeln.
Ausrüstung
Des weiteren sind Sie mit dem Wetter angepasster Kleidung, genügend Wasser und ein wenig Verpflegung bestens ausgerüstet für die Tour.
Sicherheitshinweise
Weitere Informationen
Heinsberger Land
Tel.: +49 2452 131415 Fax: 131419
E-Mail: info@heinsberger-land.de
Internet: www.heinsberger-land.de