Routentipp 109 (Abkürzung GK-ÜP) - 3. Raderlebnistag Niederrhein 2026 am 5. Juli 2026
Mittel
Entlang der Wurm
Diese Route führt entlang des Flüsschens Wurm, über die Ebenen zwischen Geilenkirchen und Übach-Palenberg und an das Naturschutzgebiet Teverener Heide.
Details der Tour
Empfohlene Jahreszeit
- J
- F
- M
- A
- M
- J
- J
- A
- S
- O
- N
- D
Besonderheiten der Tour
Aussichtsreich / Geologische Highlights / Botanische Highlights / Kulturelle Highlights / Faunistische Highlights
Wegebeschaffenheit
Autorentipp
Wegbeschreibung
Vom Infopunkt Geilenkirchen am Knotenpunkt (KP) 01 radeln Sie an Schloss Trips vorbei zum KP 08.
Weiter geht es zum KP 04 in Tripsrath. Über Hatterath erreichen Sie den KP 03 in Gillrath. Der KP 02 steht in Neuteveren und leitet Sie über Grothenrath zum KP 65. Kurz in die Niederlande hinein radelnd erreichen Sie den KP 41/NL in Rimburg. Die nächsten Stationen sind die KP´s 36, 35 und 33. Der KP 32 befindet sich schon in Übach-Palenberg.
Bald erreichen Sie den Infopunkt Übach-Palenberg (Rathaus, Rathausplatz 4, 52531 Übach-Palenberg). Am Ortsrand vorbei und durch die Stadt fahren Sie über die KP´s 37, 61, 62 und dann zum KP 63.
Radeln Sie am KP 63 immer entlang des Flusses zum KP 01 in der Nähe des Infopunktes Geilenkirchen.
Sehenswertes auf der Strecke:
Startort der Tour ist in am Infopunkt Geilenkirchen (Markt, 52511 Geilenkirchen) am Knotenpunkt (KP 01).
Von hier aus geht es in Richtung KP 08, vorbei an Schloss Trips. Die aus dem 15. Jahrhundert stammende Burg ist am Stadtrand von Geilenkirchen gelegen und gehört zu den größten und imposantesten Burganlagen des Niederrheins. Die Anlage besteht aus einem mächtigen Wehrtrum, einem zweigeschossigen Herrenhaus und ist von Wassergräben umgeben. Das zweigeschossige Herrenhaus mit dem siebengeschossigen Wehrturm stammt aus dem 15. Jahrhundert. Nach umfangreicher Sanierung befindet sich heute ein Seniorenheim in der Burg. (Führungen über: https://www.westblicke.de/)
Sie ist eine der vielen Burgen, Schlösser und Herrenhäuser, die entlang des Laufes des ca. 53 Kilometer langen Flüsschens Wurm erbaut wurden.
Am KP 08 verlässt die Route die Wurm und leitet Sie hinauf auf die Ebene oberhalb des Tals. Über Hochheid erreichen Sie den KP 04 in Tripsrath und radeln über Hatterath nach Gillrath.
Hier steht der KP 03 in der Nähe eines der Endbahnhöfe der historischen Selfkantbahn. Die letzte meterspurige Kleinbahn in NRW dampft an jedem Sonn- und Feiertag von Ostern bis in den September auf einer Strecke von 5,5 km zwischen Gillrath und Schierwaldenrath hin und her. http://www.selfkantbahn.de
Radeln Sie weiter zum KP 02 in Neuteveren. Auf dem Weg liegt die NATO Air Base des E-3A-Verbandes (AWACS). Weiter auf dem Weg zum KP 65 und dem KP 40 am Ortsrand von Süsterseel kommen Sie am Naturschutzgebiet Teverener Heide vorbei.
Das Naturschutzgebiet besteht aus einem Landschaftsmosaik von Heide, Wald, Seen und Moor. Dort leben seltene Tier- und Pflanzenarten, wie z. B. die Heidelerche oder über 40 Libellenarten. Der größte Moorkomplex in der Teverener Heide ist das sogenannte "Wiggelewak". Typisch für das "Wiggelewak" ist der aromatisch duftende Gagel, mannshohe Büsche inmitten des Moores. Wegen seiner Würze galt der Gagel als Zauberpflanze und wurde zum Bierbrauen verwendet. In den feuchten Gebieten wächst das Torfmoos und direkt daneben, auf trockenerem Boden die Glockenheide. Im Mai sind vom Wegesrand aus die weißen bis orangefarbenen Wollschöpfe der Wollgräser zu sehen. https://www.teverenerheide.de
Nächstes Ziel ist der niederländische KP 41 in Rimburg. Über eine Brücke queren Sie die Wurm, an der der KP 36 steht, und radeln auf dem Weg zum KP 35 an Schloss Rimburg vorbei. Es liegt direkt an der Wurm an einer strategisch günstigen Position. Erbaut wurde es im 12. Jahrhundert. Experten gehen davon aus, dass dort bereits zur Römerzeit ein Straßenposten gestanden hat. Der erste Besitzer von Schloss Rimburg war 1276 der Wegelagerer und Raubritter Mulrepas. Kurz darauf ließ Herzog Johann I. von Brabant die Anlage vollkommen zerstören; die Herren von Mulrepas bauten sie Ende des 13. Jahrhunderts wieder auf. Gut 200 Jahre später, 1498, erhob Kaiser Maximilian I. Schloss Rimburg zur freien Reichsherrschaft, Karl V. aber erklärte es im 16. Jahrhundert zu einer brabantischen Herrschaft. Seit über 100 Jahren ist Schloss Rimburg in Besitz der Familie von Brauchitsch, die das Gebäude 1899 mit einer barocken Fassade verkleidete, den südwestlichen Flankierungsturm erhöhte und mit einer Haube krönte. Zudem wurde die Vorburg neu errichtet.
Die KPs 33 und 32 führen Sie nach Übach-Palenberg hinein. Hier liegt der Infopunkt Übach-Palenberg (Rathaus, Rathausplatz 4, 52531 Übach-Palenberg).
Vorbei an dem weithin sichtbaren historischen Wasserturm geht es zum KP 37. Unter Ihnen im Tal liegen die Gebäude des heutigen Carolus-Magnus-Centrum. Diese waren Bestandteil der früheren Steinkohlengrube. Die in Übach-Palenberg ansässige Zeche bestand von 1911 bis 1962. Ihr ehemaliges Betriebsgelände erstreckte sich vom heutigen Carlsplatz in Übach-Palenberg bis zum Bereich Carlstraße/Heidberg/Bahnstraße. Das Verwaltungsgebäude entstand im Jahre 1930 und ist im sogenannten Bauhausstil errichtet.
Sie radeln Richtung KP 61, wenden sich jedoch am Zwischenwegweiser im Naherholungsgebiet Richtung KP 62.
In der Nähe des Bahnhofs befindet sich die St. Petruskapelle. Sie ist eines der ältesten Relikte aus der christlichen Frühzeit der Region. Die Kapelle wird im Volksmund auch Karlskapelle genannt, nach Karl dem Großen, und oft wird vermutet, dass es sich bei ihr um eine Jagdkapelle der „nahegelegenen“ Kaiserpfalz in Aachen gehandelt haben könnte. Doch nur die Tatsache, dass sich hier im 7. Jahrhundert ein Gräberfeld befand und eine Holzpfostenkirche existierte (spätes 8. Jahrhundert), belegt die zeitliche Nähe zu Karl dem Großen. Archäologisch gesichert stammt der älteste Teil der Kapelle aus dem 11. Jahrhundert. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Kapelle immer wieder umgebaut. So diente sie in den unsicheren Zeiten des 17. Jahrhunderts Wachmannschaften als Unterkunft und Ausblick über das Tal der Wurm. Davon zeugen die noch erhaltenen Schießlöcher im Südgiebel des Seitenschiffes.
Das großflächige Naherholungsgebiet liegt zwischen dem Flüsschen Wurm und der Bahnlinie Aachen-Düsseldorf. Ein See, Liegewiesen und Spazierwege laden zum Bummeln ein. Die Spiel- und Freizeitanlage auf dem Gelände mit Schach und Mühle, einem Bocciaplatz, einem Fußballplatz mit Torwand, einem großen Spielplatz, einer Minigolfanlage und einem Tretbootverleih bieten weitere Gelegenheiten sich zu betätigen. Auch die Reste eines römischen Badehauses sind im Naherholungsgebiet Wurmtal zu besichtigen. Es war Teil eines römischen Gutshofes (Villa Rustica), der während des 2. und 3. Jahrhunderts n. Chr. am Rand der Wurmaue bewirtschaftet wurde. Das Hauptgebäude der Villa liegt unter dem Aussichtshügel des heutigen Freizeitgeländes. Die Ummauerung des Badehauses ist 13 m lang und 6 m breit und es sind noch viele Details der damaligen Konstruktion zu erkennen.
Wie gemalt liegt das weiße Schloss Zweibrüggen am KP 62 inmitten grüner Wiesen, nur ein paar Meter von der Wurm entfernt. Alte Eichen und Linden flankieren die Zufahrt, im Wassergraben um die Schlossanlage schwimmen Schwäne oder Gänse. Das Schloss Zweibrüggen wird darum gerne bei Radwanderungen als Ort für eine Stipvisite genutzt.
Es geht weiter, immer entlang des ca. 53 Kilometer langen Flüssschen Wurm bis zum KP 63 in Frelenberg. Der Fluss schlängelt sich von seinem Quellgebiet in Aachen über Würselen und Herzogenrath bis ins Heinsberger Land, bevor die Wurm in der Nähe von Kempen in die Rur mündet. Entlang des Wasserlaufes trifft man immer wieder auf imposante Herrenhäuser, die direkt an den Ufern als Wasserburgen erbaut wurden.
Radeln Sie weiter zum KP 01 in der Innenstadt Geilenkirchens mit dem Infopunkt auf dem Markt.
Sehenswert ist hier Haus Basten. Die Halle und die angrenzenden Zimmer im Haus Basten mit ihren Einrichtungsgegenständen aus der Zeit des Barocks bis zur Gründerzeit zeigen die Wohnkultur einer wohlhabenden Bürgerschicht. Im Gebäude, das seit 1986 durch die Stadt Geilenkirchen als öffentliche Begegnungsstätte genutzt wird, befinden sich heute unter anderem ein Museumszimmer und das Trauzimmer des Standesamtes. In den Räumen finden regelmäßig Konzerte, Lesungen, Ausstellungen sowie weitere kulturelle Veranstaltungen statt.
Ausrüstung
Sicherheitshinweise
Weitere Informationen
Heinsberger Land
Tel.: +49 2452 131415 Fax: 131419
E-Mail: info@heinsberger-land.de
Internet: www.heinsberger-land.de