Routentipp 102 (Abkürzung HUE-EK) - 3. Raderlebnistag Niederrhein 2026 am 5. Juli 2026
Mittel
Durch das Tal der Rur hinauf auf die Erkelenzer Bördenlandschaft und wieder - auf einem anderen Weg - zurück zum Ausgangspunkt.
Details der Tour
Empfohlene Jahreszeit
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Besonderheiten der Tour
Aussichtsreich / Geologische Highlights / Botanische Highlights / Kulturelle Highlights / Faunistische Highlights
Wegebeschaffenheit
Autorentipp
Wegbeschreibung
An der Rurbrücke liegt der Infopunkt Hückelhoven (Haus Sodekamp-Dohmen, Breitestraße 3, 41836 Hückelhoven-Hilfarth). Entlang der Rur radelnd erreichen Sie den KP 98. Der KP 94 in Doverhahn und der KP 83 in Hetzerath sind die nächsten Stationen. Am Anger in Tenholt steht der KP 82, der Sie auf den KP 81 in der Mitte von Erkelenz verweist.
Vom KP 81 radeln Sie über die Burgstraße und den Johannismarkt zum Infopunkt Erkelenz (Altes Rathaus, Markt, 41812 Erkelenz).
Zurück zum KP 81, dann zum KP 84 in der offenen Feldflur bei Golkrath und weiter zum KP 93 in Kleingladbach. Im Zentrum Hückelhovens befindet sich der KP 91 von dem die Strecke zum KP 99 an der Rur führt. Nur noch wenige Meter über die Rurbrücke und Sie sind wieder am Ausgangspunkt, in Hückelhoven-Hilfarth.
Sehenswertes auf der Strecke:
Der Infopunkt Hückelhoven (Haus Sodekamp-Dohmen, Breitestraße 3, 41836 Hückelhoven-Hilfarth) liegt an der Rur, einem rund 165 Kilometer langen Fluss, der in den belgischen Ardennen entspringt und bei Roermond/Niederlande in die Maas mündet. Vom Infopunkt aus führt die Route flussaufwärts zum Knotenpunkt (KP) 98. In der Ruraue liegen viele kleine ehemalige Rittersitze. Sie radeln auf dem Weg nach Doveren z.B. an Haus Kleinkünkel (auf der rechten Seite hinter der kleinen Brücke über die Rur) vorbei. Über den KP 94 in Doverhahn erreichen Sie den KP 83 in Hetzerath.
Hier lohnt sich für Sie ein kleiner Abstecher zum Haus Hohenbusch. Dies ist ein ehemaliges Kreuzherrenkloster. Um das Jahr 1000 wurde ein „Gut Hohenbusch“ zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Im 12. Jahrhundert ging es als Schenkung an die Kirche, die dort eine Kapelle erbaute. 1302 gründete der Orden vom Heiligen Kreuz in Hohenbusch ein Kloster. Die Kleriker des Ordens wurden später Kreuzherren genannt und waren in der Region und darüber hinaus mit Niederlassungen vertreten. Das Kloster besaß eine große Bibliothek mit Handschriften und frühen Drucken aus dem 14. und 15. Jahrhundert. Sie wurden zum Teil hier in Schreibstuben auf Pergament hergestellt. In diesen Zeiten war Hohenbusch eines der reichsten und bedeutendsten Kreuzherrenklöster, das zweitälteste in ganz Deutschland. Nach der Säkularisierung 1802 ging Hohenbusch in Privatbesitz über und die Klosterkirche wurde abgetragen. Die Kirchenausstattung und die Kunstschätze brachte man anderweitig - zum Teil weit verstreut - unter.
Der KP 82 liegt in Tenholt an einem der wenigen erhaltenen Dorfanger der Region. Bis in die Neuzeit hinein hatten fast alle Dörfer der Region einen Anger – eine große Wiesenfläche inmitten der Orte, oft mit einem Teich, dessen Wasser auch zum Feuerlöschen diente. Tenholt, ein mehr als 700 Jahre altes Dorf, hat sich seinen Anger erhalten. Auf dem Anger befinden sich heute Obst- und Festwiesen, ein Spielplatz sowie eine Schutzhütte.
In der Nähe des KP 81, über die Burstraße und den Johannismarkt, erreichen Sie den Infopunkt Erkelenz (Altes Rathaus, Markt, 41812 Erkelenz). Die Innenstadt Erkelenz gilt es zu entdecken, z. B. den Markt mit dem Alten Rathaus, der Kirche St. Lambertus und seinen vielen gastronomischen Angeboten. Teile der Burg und der Stadtmauern stehen noch und sehenswert ist auch Haus Spiess am Franziskanermarkt.
Zurück zum KP 81 radeln Sie dann zum KP 84 in der offenen Feldflur vor Golkrath. Durch das Tal des Millicher Baches hindurch erreichen Sie den KP 93 in Kleingladbach und es geht weiter zum KP 91 mitten in Hückelhoven. Hier lohnt sich der Besuch der Museen zur fast 100jährigen Bergbaugeschichte dieses Ortes.
Unübersehbar ragt der Förderturm über der Stadt und die Maschinenhalle „Schacht 3“ des ehemaligen Steinkohlebergwerks „Sophia-Jacoba“ sind Symbole der fast ein Jahrhundert alten Bergmannstradition im Ort. Im Besucherbergwerk an der Sophiastraße kann man Zeugnisse des Bergbaus erleben. http://www.schacht-3.de
Das Museum der Mineralien- und Bergbaufreunde zeigt nicht ausschließlich Mineralien, sondern aufgrund der Bergbaugeschichte Hückelhovens anhand verschiedener Exponate auch die Geschichte der Zeche „Sophia Jacoba“. In den Vitrinen der Mineralienabteilung sind auch Funde aus den Stollen der ehemaligen Zeche zu sehen. Es handelt sich meist um Pflanzenfossilien wie Schuppenbaum, Siegelbaum, Farne, Schachtelhalme und den dazu gehörenden Wurzeln. Sie haben ein Alter zwischen 300 und 320 Millionen Jahre. Die versteinerten Süßwassermuscheln zeugen davon, dass die hiesigen Kohleflöze in einer Seen- und Flusslandschaft ihren Ursprung haben. http://www.museum-hueckelhoven.de
Oder Sie besteigen, etwas abseits der Route, die Millicher Halde mit ihrer „Himmelsleiter“. Auf einer Abraumhalde der ehemaligen Steinkohlezeche Sophia-Jacoba wurde ein 70 Meter hoher Aussichtspunkt errichtet, von dem Sie eine wunderschöne Aussicht über das Umland haben.
Von der Innenstadt radeln Sie dann zum KP 99 an der Rur und sind wieder am Ausgangspunkt wieder.
Ausrüstung
Des weiteren sind Sie mit dem Wetter angepasster Kleidung, genügend Wasser und ein wenig Verpflegung bestens ausgerüstet für die Tour.
Sicherheitshinweise
Weitere Informationen
Heinsberger Land
Tel.: +49 2452 131415 Fax: 131419
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