Zwei Stellplätze, ein Gefühl: Unterwegs in Emmerich-Elten und Rees

19.06.2026

Mit dem Reisemobil unterwegs zu sein, bedeutet Freiheit pur: Ankommen, wo es schön ist, die Umgebung direkt vor der Tür entdecken und dabei immer das eigene Zuhause dabeihaben. Gerade der Niederrhein bietet dafür beste Voraussetzungen – mit viel Natur, charmanten Städten, Rheinblicken und einer großen Auswahl an Stellplätzen. Ich habe zwei besonders beliebte Reisemobilstellplätze und deren Highlights in der unmittelbaren Umgebung besucht: den Wohnmobilstellplatz Hochelten in Emmerich am Rhein und den Wohnmobilstellplatz in Rees.

Wohnmobilurlaub am Niederrhein – Natur, Kultur und kurze Wege

Wer mit dem Reisemobil unterwegs ist, weiß die Mischung aus Komfort und Freiheit zu schätzen. Das eigene Zuhause reist immer mit, gleichzeitig lassen sich Regionen besonders intensiv erkunden. Gerade der Niederrhein eignet sich hervorragend für diese Art des Reisens. Die Entfernungen zwischen den einzelnen Orten sind überschaubar, viele Sehenswürdigkeiten liegen direkt an beliebten Radwegen und zahlreiche Stellplätze befinden sich in attraktiver Lage zwischen Natur und Stadt.

Besonders schön finde ich dabei, dass man morgens oft mit Blick ins Grüne aufwacht, nach dem Frühstück aufs Fahrrad steigen kann und schon wenige Minuten später mitten in historischen Ortskernen, an Rheinpromenaden oder in Naturschutzgebieten unterwegs ist. Genau diese Mischung habe ich bei meinen beiden Besuchen erlebt.

Wohnmobilstellplatz Hochelten – Übernachten auf dem Eltenberg

Mein erster Stopp führt mich nach Emmerich am Rhein bzw. zum Luftkurort Elten. Schon die Anfahrt macht deutlich, dass dieser Platz etwas Besonderes ist. Während der Niederrhein sonst eher für seine flachen Landschaften bekannt ist, geht es hier hinauf auf den Eltenberg. Hoch über der niederrheinischen Tiefebene liegt der Wohnmobilstellplatz direkt an der Tourist-Information des Luftkurortes Elten.

Vor Ort treffe ich Beate Lechtleitner, Mitarbeiterin der Wirtschaftsförderungs- und Stadtmarketing Gesellschaft Emmerich am Rhein mbH. Seit 2020 kümmert sie sich mit viel Herzblut um die touristischen Angebote im Luftkurort Elten und kennt die Besonderheiten der Region wie kaum eine andere. Gemeinsam schauen wir uns den Stellplatz und seine Umgebung genauer an.

Bereits auf den ersten Blick fällt auf, wie liebevoll der Platz gestaltet wurde. Große Bäume umrahmen die Stellflächen und nur wenige Schritte entfernt beginnt das weitläufige Waldgebiet des Eltenbergs.

„Viele Gäste schätzen besonders die ruhige Lage und die unmittelbare Nähe zur Natur“, erzählt mir Beate während unseres Rundgangs. „Viele kommen auch am Ende des Aufenthalts nochmal zu uns rein, bedanken sich für die angenehme Zeit und wollen auf jeden Fall wiederkommen, weil sie es so schön fanden.“

Der 2021 eröffnete Stellplatz verfügt über 15 großzügige Parzellen auf Schotterrasen, darunter eine XXL-Parzelle für die großen Reisemobile. Die Zufahrt ist breit und asphaltiert, die Stellflächen sind nahezu eben und angenehm begrünt. Nicht ohne Grund wurde der Platz bereits kurz nach seiner Eröffnung als TopPlatz ausgezeichnet. Das Feedback und die Auszeichnung sprechen klar für sich und eben auch die Übernachtungszahlen aus dem Vorjahr – 1.600 Stellplatzübernachtungen.

Komfort mitten im Grünen

Was mich besonders beeindruckt, ist die moderne Ausstattung. Beate zeigt mir, wie das Ganze funktioniert: „Über ein Check-In-Terminal erfolgt die Anmeldung zu jeder Tages- und Nachtzeit lang unkompliziert per EC-Karte. Gleichzeitig erhalten die Gäste eine Smartcard, mit der sich Strom- und Wassersäulen nutzen lassen.“

Im Übernachtungspreis von 15 Euro sind bereits sämtliche Personen, Hunde, WLAN sowie die Nutzung der Sanitäranlagen enthalten. Strom und Frischwasser werden nach Verbrauch berechnet. Zusätzlich stehen eine komfortable Entsorgungsstation für Grauwasser und Kassettentoiletten sowie Frischwasseranschlüsse zur Verfügung. Gerade für Reisende, die Wert auf eine gute Infrastruktur legen, bietet der Platz damit alles, was man für einen angenehmen Aufenthalt benötigt.

Direkt neben dem Stellplatz lädt eine Minigolfanlage zu einer kleinen Runde ein. Geöffnet ist sie mittwochs ab mittags, an den Wochenenden sowie in den Sommerferien sogar täglich. Schräg gegenüber wartet außerdem das gemütliche Pannekoekhuys, das mit einer großen Auswahl an süßen und herzhaften Pfannkuchen lockt – perfekt für eine kleine Stärkung nach einer Wanderung oder Radtour.

Naturerlebnis direkt vor der Tür

Besonders reizvoll ist jedoch die Umgebung. Direkt am Stellplatz beginnen zahlreiche Wander- und Radwege. Daher ist es besonders praktisch, dass es hinter der Tourist-Information auch eine Lade- und Reparaturstation für E-Bikes gibt. Zusätzlich finde ich eine Infotafel zum Wandernetzwerk – Elten hat die Nummer E30 – und ein Hinweisschild zum Thema Knotenpunktsystem, wenn man mit dem Fahrrad unterwegs ist.

Der Eltenberg zählt übrigens zu den schönsten Naturgebieten am Niederrhein und bietet immer wieder beeindruckende Ausblicke über die Rheinebene bis in die Niederlande. Drei besonders schöne Ausblicke besuchen wir direkt mit Beate. Diese befinden sich hinter der historischen St. Vitus-Kirche, die nur wenige Schritte entfernt ist und zu der wir später auch noch kommen.

Gleich drei Aussichtspunkte

Der erste Aussichtspunkt inklusive Bank lässt nicht lange auf sich warten. Der Himmel reißt gerade etwas auf und die Sonne zeigt sich, so wird dieser Aussichtspunkt nochmal ein wenig magischer, als er eh schon ist. „Jeder Aussichtspunkt gibt den Blick in eine andere Richtung frei. Dieser zeigt den Blick bis zur Rheinbrücke und in Richtung Kalkar“, erzählt mir Beate. Ich bleibe einen Moment stehen und genieße das Szenario.

Ein paar Meter weiter wartet schon der nächste Aussichtspunkt auf mich. Neben einer weiteren Sitzgelegenheit steht hier ein Fernrohr, mit dem man bei guter Sicht sogar bis nach Kleve blicken kann.

Doch das eigentliche Highlight folgt wenig später: Vor mir erhebt sich ein fast sieben Meter hohes Steintor aus Granit. „Stell dich mal genau in die Mitte“, fordert mich Beate auf. „Dann stehst du exakt in der Sichtachse und kannst bis zu den historischen barocken Gärten in Kleve schauen.“ Natürlich probiere ich es direkt aus – und bin erneut begeistert. Der Blick über die niederrheinische Landschaft ist einfach beeindruckend und lädt auch hier dazu ein, einen Moment innezuhalten. Eines steht für mich spätestens jetzt fest: Aussichten kann Elten.

Von der St. Vitus-Kirche…

An dieser Stelle machen wir einen kleinen Begleiterwechsel: Nun zeigt mir Bärbel van Holt aus dem Team der Tourist-Information die historischen Schätze des Eltenbergs. Gemeinsam gehen wir zur beeindruckenden St. Vitus-Kirche, die das Ortsbild seit Jahrhunderten prägt.

Schon beim Betreten fällt mir die besondere Atmosphäre auf. Die dicken, hellen Mauern, das warme Licht und die vielen historischen Details verleihen der Kirche eine Ruhe, die man sofort spürt. „Die Kirche geht auf ein adeliges Damenstift zurück, das im Jahr 973 von Graf Wichmann gegründet wurde. Im Laufe ihrer Geschichte musste sie zahlreiche Rückschläge verkraften – von der Erosion des Eltenbergs über schwere Stürme bis hin zu kriegerischen Zerstörungen. Immer wieder wurde sie aufgebaut und erweitert, wodurch heute eine spannende Mischung aus romanischen und spätgotischen Elementen entstanden ist“, erklärt mir Bärbel. Besonders sehenswert finde ich hier der barocke Hochaltar, die Bilder des Kirchenschatzes und der heilige Machutus, der Schutzheilige gegen Kinderkrankheiten.

Während wir uns umschauen, erzählt mir Bärbel auch eine ganz persönliche Geschichte: „Hier habe ich damals geheiratet.“ Gleichzeitig erinnert sie sich an eine alte Tradition aus ihrer Kindheit. Wenn sie krank war, holte ihre Mutter in der Kirche gesegnetes Brot, das dem heiligen Machutus gewidmet war – dem Schutzpatron gegen Kinderkrankheiten. Damals vertrauten viele Familien auf diesen besonderen Segen und verbanden ihn mit der Hoffnung auf eine schnelle Genesung.

Diese persönlichen Erinnerungen machen die Geschichte des Ortes für mich noch greifbarer. Man merkt schnell, dass die St.-Vitus-Kirche nicht nur ein bedeutendes Bauwerk, sondern bis heute ein wichtiger Teil des Dorflebens ist.

* Pflichtfelder müssen ausgefüllt sein.

… zum Drususbrunnen

Von dort geht es weiter über den Platz mit dem klangvollen Namen „Freiheit“ – hier sprach der Damenstift einst Recht – zum sagenumwobenen Drususbrunnen, der sich in einem kleinen Brunnenhaus befindet.

Die rund 57 Meter tiefe Brunnenanlage versorgte einst das ehemalige Damenstift St. Vitus mit Trinkwasser und nach dem Zweiten Weltkrieg die BewohnerInnen von Elten. Bis heute beeindruckt er mit einer außergewöhnlichen Tiefe. 

Und wie tief dieser Brunnen ist, teste ich direkt mal selbst mit einem Eimerchen Wasser, den mir Bärbel zur Verfügung stellt. Es hat etwa acht Sekunden gedauert, bis ich gehört habe, wie das Wasser den Brunnenboden erreicht – ein Erlebnis, das die Dimensionen des Bauwerks eindrucksvoll verdeutlicht.

Lange glaubte man übrigens, der Brunnen gehe auf den römischen Feldherrn Drusus zurück. Gesteinsuntersuchungen aus dem Jahr 1964 widerlegten diese Annahme jedoch, sodass heute davon ausgegangen wird, dass der Brunnen um 950 n. Chr. unter Graf Wichmann entstand.

Weitere Highlights in der Nähe

Der Rückweg führt an einer Streuobstwiese vorbei und Bärbel verrät mir, dass die BewohnerInnen und Gäste sich hier natürlich bedienen können. Frischer und natürlicher geht es wohl kaum.

Auch der zwei Kilometer lange Barfuß- und Naturerlebnispfad, den ich schon mal für euch besucht habe, ist ganz in der Nähe. 20 liebevoll gestaltete Stationen mit insgesamt 12 verschiedenen Untergründen warten hier auf euch.

Wer etwas mehr Zeit mitbringt, sollte unbedingt auch die Emmericher Rheinpromenade besuchen. Dort wartet einer der schönsten Rheinblicke der Region. Ebenfalls lohnenswert sind das Rheinmuseum, die beeindruckende Emmericher Rheinbrücke sowie die historische Innenstadt.

Während unseres Rundgangs wird schnell klar: Der Wohnmobilstellplatz Hochelten ist ideal für alle, die Ruhe, Natur und aktive Erholung suchen. Hier startet der Tag mit Vogelgezwitscher statt Verkehrslärm.

Wohnmobilstellplatz Rees – Stadtnah und direkt am Rhein

Von den Höhen des Eltenbergs geht es anschließend in die älteste Stadt am Unteren Niederrhein. In Rees begrüßt mich Ole Engfeld von der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Rees. Er begleitet mich bei meinem Rundgang über den Stellplatz an der Ebentalstraße 11 und gibt mir heute ein paar Einblicke in die vielen Freizeitmöglichkeiten, die Reisemobilgäste rund um Rees erwarten.

Als wir ankommen, ist der Stellplatz gut besucht und es herrscht reges Treiben. Es wird gelacht und es scheint fast so, als ob die Uhren hier nicht nur langsamer, sondern auch anders ticken.

Mir fällt als kleiner Bücherwurm direkt der öffentliche Bücherschrank auf, der neben der Infohütte aufgestellt ist. Dieses Projekt gefällt mir auch in anderen Städten: Einfach ein Buch mitnehmen und auch eigene Bücher zum Tausch hineinstellen – der perfekte Umschlagplatz, um Lesestoff unkompliziert weiterzugeben.

Dann kommt auch schon Ole auf mich zu und verrät mir mehr über diesen Stellplatz. Mit insgesamt 46 Stellplätzen ist die Anlage deutlich größer als der Platz in Elten. Die Stellflächen bestehen aus Schotterrasen beziehungsweise Rasengittersteinen und bieten ausreichend Platz für Reisemobile unterschiedlicher Größen. Allein im vergangenen Jahr gab es rund 7.059 Übernachtungen. Zahlen, die klar für sich sprechen. 

Alles für einen entspannten Aufenthalt

Auch in Rees wird viel Wert auf Komfort gelegt. „Für 15 Euro pro Tag stehen Strom und Frischwasser sowie WLAN bereits im Preis zur Verfügung. Die Entsorgung kostet zusätzlich drei Euro, ebenso die Nutzung der vollautomatischen Reinigungsstation für Toilettenkassetten inklusive Sanitärzusatz“, erklärt mir Ole. „Diese Station wurde erst im März 2026 neu installiert.“

Besonders praktisch finde ich die schon erwähnte Infohütte am Anfang des Geländes. Hier erhalten Gäste nicht nur Informationsmaterial, sondern auch persönliche Tipps vom Platzwart Christian Overveld. An der Hütte nehme ich mir ein Heft zum Thema „Radtouren in und um Rees mit“, dass jede Menge Tipps für einen abwechslungsreichen Aufenthalt bereithält.

Für Radfahrer ist Rees ohnehin ein kleines Paradies. Mehrere Themenrouten starten direkt in der Stadt. Wie wäre es mit der Planetenroute, der Abendroute, der Altrheinroute oder der Burgen-und-Schlösser-Tour? Auch die Storchenroute Richtung Bislich hört sich nicht schlecht an und erfreut sich, laut Ole, großer Beliebtheit.

Durch die günstige Anbindung ist der Stellplatz zudem sehr gut erreichbar und eignet sich hervorragend als Ausgangspunkt für längere Touren durch die Region.

Zwischen Rheinpromenade und Geschichte

„Allein die Lage macht diesen Platz besonders attraktiv. In wenigen Gehminuten oder mit dem Rad bist du schon in der historischen Innenstadt und der Rheinpromenade“, bringt es Ole nochmal auf den Punkt. „Einkaufsmöglichkeiten, das Hallenbad und ein im Bau befindlicher Imbissbetrieb direkt in unmittelbarer Nähe – das sind echte Pluspunkte. Und genau das wissen viele Gäste zu schätzen – die Kombination aus Stadtnähe, Rheinlage und der Natur.“

Wie nah alles ist, testen wir sofort aus. Nach wenigen Gehminuten erreichen wir den Froschteich, einem kleinen Stadtpark zwischen Rhein und Stadtmauer. „Hier vorne siehst du Paul und Wilma, zwei unserer Alltagsmenschen bzw. Kunstwerke der Künstlerinnen Christel und Laura Lechner aus der vergangenen Ausstellung“, zeigt Ole auf die Figuren im und am Teich. Sofort erinnere ich mich an meinen Besuch im Jahr 2024, als zahlreiche dieser lebensnahen Skulpturen im gesamten Stadtgebiet verteilt waren und ich sie für euch entdeckt habe. Schön, dass einige von ihnen geblieben sind und den Stadtpark heute auf charmante Weise bereichern. Die Alltagsmenschen sollen im Frühjahr 2028 übrigens erneut mit einer größeren Ausstellung nach Rees kommen.

Direkt an die Parkanlage schließt auch die begehbare, historische Stadtmauer aus dem 15. Jahrhundert an. „Von hier führt ein schöner Weg zum jüdischen Friedhof, dessen Lage auf der rund acht Meter breiten Stadtmauer im Rheinland einmalig ist“, erzählt Ole weiter. Wieder so ein besonderer Ort, den man auf den ersten Blick vielleicht gar nicht erwartet. Die Stadt steckt voller kleiner und großer Entdeckungen.

Dann überqueren wir die Straße, gehen am Hotel Rheinblick vorbei und vor uns liegt die Rheinpromenade. Der Blick auf den Fluss, die vorbeiziehenden Schiffe und die historische Stadtkulisse sorgt bei mir sofort für echtes Niederrhein-Gefühl. Ich habe fast das Gefühl, besser durchatmen zu können.

Fahrt auf dem Waser

„Hier starten auch die Fahrgastschiffe, die heute zum Beispiel nach Xanten fahren. Aber auch die 1.000 Meter lange Rheinpromenade lädt zum Flanieren ein“, betont Ole. Er erzählt mir weiter, dass die Rund- und Linienfahrten besonders in den Sommermonaten sehr beliebt sind. Vom Wasser aus eröffnet sich noch einmal eine ganz andere Perspektive auf die historische Silhouette von Rees und die weitläufige Rheinlandschaft. Man kann auf einem der Schiffe sogar standesamtlich heiraten.

Wer seinen Aufenthalt verlängern möchte, sollte sich eine Schiffstour deshalb nicht entgehen lassen. Gerade in Kombination mit einem Spaziergang über die Promenade oder einer Fahrradtour entlang des Rheins wird daraus ein rundum gelungener Ausflugstag.

Pause mit Weitblick

Ein paar Meter weiter zeigt mir Ole einen seiner persönlichen Lieblingsorte: eine kleine mobile Café-Bar direkt am Wasser, die an diesem Vormittag allerdings noch geschlossen hat. „Wir sind heute einfach ein bisschen zu früh dran“, lacht er. „Aber auf der Terrasse oder auf den schwebenden Holzliegen, den Bänken oder hier im Rondell lässt es sich mit einem Cappuccino wunderbar entspannen.“ Wir nehmen auf den Stufen des Rondells Platz, genießen die Sonne, den Blick aufs Wasser und die entspannte Atmosphäre und quatschen ein bisschen – so, wie es am Niederrhein und hier in Rees üblich ist.

Ferienpark am Reeser Meer in Planung

Dabei verrät mir Ole, dass am Reeser Meer bald ein großer Ferienpark mit 500 Wohneinheiten im skandinavischen Design entsteht – das Marissa Lake Village: „Es ist aktuell eines der größten touristischen Entwicklungsprojekte in NRW. Die ersten 15 Häuser sind bald schon fertig und nach und nach wird auf dem 65 Hektar großen Areal neben Ferienimmobilien auch eine umfangreiche touristische Infrastruktur wie Restaurants, Wellness & Spa, ein Schwimmbad, Shop-Konzepte und vielfältige Freizeitaktivitäten.“

Ein spannendes Projekt, das das touristische Angebot rund um das Reeser Meer künftig noch einmal deutlich erweitern und die Stadt um ein weiteres attraktives Ausflugsziel bereichert. Noch mehr Gründe, um wiederzukommen.

Wir schlendern noch ein Stück weiter bis ans Ende der Rheinpromenade – perfektes Timing, denn genau in diesem Moment legt die Personenfähre „Rääße Pöntje“ an. „Sie setzt gleich wieder zum Naturschutzgebiet Reeserschanz und in die Rheinauen über“, erklärt mir Ole. „Auch Fahrräder können problemlos mitgenommen werden.“ Gerade für Radfahrer eröffnet sich so die Möglichkeit, den Niederrhein auf beiden Rheinseiten ganz entspannt zu erkunden und die Tour abwechslungsreich zu gestalten.

Mehr Tipps

Zum Abschluss bummeln wir noch etwas durch die Stadt und über den historischen Marktplatz, auf dem mittwochs und samstags der Wochenmarkt stattfindet. Von dort geht es durch die charmante Innenstadt mit ihren vielen inhabergeführten Geschäften. Besonders ins Auge fällt mir die Bücherecke, die in diesem Jahr ihr 45-jähriges Bestehen feiert und einmal mehr zeigt, wie viel persönlicher Charme und gelebte Tradition in Rees zu finden sind.

Wer die Stadt weiter erkunden möchte, kann durch die Altstadt spazieren, das Koenraad Bosman Museum besuchen oder einen Blick in die historische Kasematte aus dem 15. Jahrhundert werfen. Auch der Mühlenturm gehört zu den beliebten Sehenswürdigkeiten. Einen perfekten Überblick bekommt ihr bei einer Stadt- oder Nachtwächterführung. 2028 feiert Rees übrigens 800-jährgiges Stadtbestehen.

Im Laufe unseres Spaziergangs wird deutlich, warum Rees bei Wohnmobilreisenden so gefragt ist: Hier verbindet sich das urbane Leben einer historischen Stadt mit der entspannten Atmosphäre des Rheins.

Zwei Stellplätze, zwei Charaktere

Nach meinen Besuchen kann ich eins unterschreiben: Beide Stellplätze haben ihren ganz eigenen Reiz.

Elten punktet mit seiner besonderen Lage auf dem Eltenberg, viel Natur, Wald, Wanderwegen und einer herrlich ruhigen Atmosphäre. Wer Erholung sucht und gerne aktiv unterwegs ist, wird sich hier sofort wohlfühlen.

Rees überzeugt dagegen mit seiner Nähe zur historischen Innenstadt, der wunderschönen Rheinpromenade und den vielen kulturellen Angeboten direkt vor der Tür. Hier stehen Stadtleben und Rheinromantik im Mittelpunkt.

Gemeinsam haben beide Plätze jedoch etwas Entscheidendes: Sie zeigen, wie vielfältig der Niederrhein als Reisemobilregion ist.

Mein Fazit

Beide Stellplätze stehen exemplarisch für das, was Wohnmobilurlaub am Niederrhein ausmacht: kurze Wege, abwechslungsreiche Landschaften, herzliche Gastgeber und zahlreiche Möglichkeiten, die Region aktiv zu entdecken.

Gerade die Kombination aus Natur, Kultur, Rheinlandschaften und hervorragend ausgebauten Radwegen macht den Niederrhein zu einem idealen Ziel für Reisemobilreisende. Wer gerne flexibel unterwegs ist und jeden Tag neue Eindrücke sammeln möchte, findet hier beste Bedingungen.

Und eines ist nach meinen Besuchen sicher: Das waren garantiert nicht die letzten Wohnmobilstellplätze am Niederrhein, die ich für euch besuchen werde. Dafür gibt es zwischen Rhein, Maas und Niers einfach noch viel zu viele schöne Orte zu erkunden.