ZWEI NEUE MUSEEN AM NIEDERRHEINNibelungen(h)ort und Stiftsmuseum in XantenEs gibt viele Gründe, den Niederrhein zu besuchen: Ab dem Jahre 2010 gibt es noch zwei gute Gründe mehr, denn dann eröffnen gleich zwei neue Museen in Xanten. Die historische Stadt am Rhein ist nicht nur die alte Römerstadt, sie ist auch untrennbar mit einem großen europäischen Epos verbunden: dem Nibelungenlied, das von der UNESCO zum Weltdokumentenerbe ernennt wurde. In Xanten beginnt sie: die Geschichte von Siegfried, dem Königssohn, der auszog um Ruhm, Abenteuer und die Liebe seines Lebens zu suchen. Die Nibelungen – die große Sage der Deutschen. Im Frühjahr 2010 eröffnet ein neues Museum: der „Nibelungen(h)ort“, in dem sich die Gäste auf eine Reise durch Sage und Geschichte begeben. Museumsleiter Dr. Ralph Trost sagt, warum Gäste das neue Museum unbedingt besuchen sollten: „Wir sind das einzige Museum, das die Sage und ihre kulturhistorische Bedeutung interpretiert. Hier wird erläutert, warum die Nibelungensage zum nationalen Epos wurde.“ Infos unter www.nibelungen-xanten.de. Und damit noch nicht genug: Im Mai 2010 eröffnet auch das neue Stiftsmuseum Xanten, dessen Sammlungen Kostbarkeiten vom 6. bis 19. Jahrhundert umfassen. Die meisten Exponate stammen aus dem 1802 säkularisierten St. Viktor Stift. Sie setzen sich zusammen aus den Bereichen Domschatzkammer, Stiftsbibliothek und Stiftsarchiv. Zu sehen sind vor allem Urkunden, liturgische Handschriften und Geräte, Reliquiare, Paramenten, Gemälde und Skulpturen. Zu den herausragenden Stücken gehören eine der ältesten erhaltenen Monstranzen (1370/80), drei seltene Urkundenladen aus der Mitte des 15.Jahrhunderts, die Kasel des Hl. Bernhard von Clervaux (Byzanz, um 1100) sowie Skulpturen mit zum Teil mittelalterlichen Originalfassungen. SEHENSWERTER NIEDERRHEINAttraktiv für Freunde moderner KunstKUNST wird am Niederrhein tatsächlich ganz groß geschrieben: Im Schloss Moyland in Bedburg-Hau zieht es die Freunde moderner Kunst zum international beachteten Museum mit der Sammlung des rheinischen Avantgardisten Joseph Beuys. Die Stadt Kleve bietet mit der Mataré-Sammlung in den historischen Badebauten der ehemali-gen Kurstadt ebenfalls Besonderes in Sachen Kunst. Krefeld punktet bei den Kunstfreunden mit den Werken viel beachteter Künstler der Gegenwart im Kaiser-Wilhelm-Museum und in den Häusern Esters und Lange. Ein Geheimtipp ist das Otto-Pankok-Museum im idyllisch gelegenen Landgut Esselt in Hünxe mit Werken des Malers und Bildhauers. In Viersen wird die moderne Kunst unter freiem Himmel in Szene gesetzt: 40 Jahre besteht die Skulpturensammlung, die ihren Platz an der 1868 erbauten „Städtischen Galerie“ gefunden hat. Die vom Heimatverein initiierte Sammlung mit hochrangigen Künstlern der Moderne ist einen Besuch wert: Der amerikanische Künstler Marc di Suvero ist mit einer riesigen Stahlskulptur, der Düsseldorfer Künstler Erwin Heerich mit einem Monument aus Eifeler Basaltlava und der Rektor der Düsseldorfer Kunstakademie, Anthony Cragg, mit der Bronzeskulptur „Wirbelsäule“ in der für ihn typischen Formensprache vertreten. Günter Haese hat eigens für die Viersener Sammlung seine einzige Großplastik „Optimus II“ geschaffen. Roberto Sebastian Antonia Matta Echaurren steuert seine Bronzeplastik „Chaosmos“ bei. Infos unter www.skulpturensammlung-viersen.de. |
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